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Besucherzentren

Deutsches Bergbau-Museum / Foto: Stadt Bochum

An fünf zentralen Orten entstehen Besucherzentren, die als kulturtouristische Drehscheiben der Metropole Ruhr dienen. / MEHR

B1 A40 - Eine Stadt entwirft sich selbst

Wissen Sie, wo eine Autobahn aufhört und anfängt? Ist ihnen bekannt, wer die Ränder, die Bauten und Räume links und rechts des Schallpegels belebt, nutzt und weiter entwickelt? Wie funktioniert die Autobahn, was gibt sie vor, wie leben die Bewohner und Besucher, die Betriebe und Konsumenten an und mit der großen Straße?

Die A40 ist die lange, unbekannte Mitte des Ruhrgebiets, in der sich täglich 100.000 Besucher bewegen, die von 1 Millionen Anwohnern gesäumt wird. Schrebergärten und Einkaufsmeilen, Kulturproduktion und Schattenwirtschaft, globaler Transit und lokale Fischzucht - sie alle nutzen die große Straße als Infrastruktur, Plattform, breiten Rücken, Knotenpunkt.

Durch das Verschmelzen der Ruhrstädte wird die Große Straße unvermittelt von der Peripherie zum Zentrum, vom problematischen Verkehrsraum zum Boulevard der Ruhrmetropole. Dabei erscheinen Räume und Strategien im Fokus, die sich unbemerkt im Schatten der Öffentlichkeit entwickelt haben. Individuelle Raumaneignung und ein charmanter Hauch bürgerlicher Anarchie in den Zwischenräumen von Stadt und Verkehrsinfrastruktur sprechen von subtiler Autonomie, Selbstverantwortung und einem gehörigen Maß an Einfallsreichtum im Umgang mit prekären urbanen Situationen. B1|A40 steigt aus und fragt nach: Wie generieren sich Räume jenseits zielgerichteter Planungsinteressen und Nutzungszuordnungen? Wie wirkt sich das Fehlen politischer und ökonomischer Interessen auf die Gestaltung von Räumen aus? Bieten selbst regulierte Räume auch Lösungsvorschläge für die Stadtplanung?

B1|A40 nimmt Sie mit in die vielschichtigen wie schwierigen Lagen jenseits der Schallschutzwand, in denen Künstler und Planer gemeinsam mit den Anwohnern - den eigentlichen Pionieren der A40 - diesen Fragen nachgehen. Auf Standstreifen und Restflächen, in Feuchtbiotopen und Einkaufscentern, zwischen Gewerbeagglomerationen und Dorfidyllen finden sie Arbeiten und Vorschläge einer Ausstellung, die sich direkt vor Ort aus ihrem Kontext heraus entwickelt. Sie zeigt eine Region, die sich entlang der großen Straße selbst erfindet - als die neue große Mitte der Region.

Kuratorisches Positionspapier: pdf (56kb)