SUCHE:

Aktuell

RVR hat Verwaltung der Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010 übernommen / MEHR

Stiftung: Ergänzung der Kriterien zur Förderung / MEHR

Bekanntmachung der Kriterien zur Förderung / MEHR

<<Juni 2021>>
MoDiMiDoFrSaSo
 010203040506
07080910111213
14151617181920
21222324252627
282930    
Label: "Wir sind die Wiege der Kultur"

Neuinszenierung

elegie für junge liebende

Oper in drei Akten | Libretto von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman

"Es führt von der Poesie kein direkter Weg ins Leben, aus dem Leben keiner in die Poesie", formulierte Hugo von Hofmannsthal. Diesem Dichter der vorletzten Jahrhundertwende ist die dreiaktige Oper "Elegie für junge Liebende" gewidmet, die 1961 uraufgeführt wurde.

Das moderne Werk begibt sich nun auf just jenen Weg, der Poesie und Leben verbindet. In den signifikante Titel tragenden Szenen zeigt es, wie ein Gedicht entsteht, dessen Titel auch die Oper bezeichnet.

Der poetischen Geburt des arrivierten Dichterfürsten Gregor Mittenhofer steht der reale Gebirgstod des Liebespaares Elisabeth Zimmer und Toni Reischmann nicht nur gegenüber - sie bedingen sich gegenseitig. Der metaphorische Olymp der Kunst und die alpine Bergwelt um den pittoresken Spielort im Gasthaus "Der Schwarze Adler" fallen so ineinander. Dabei wird der Vogel im Namen des Hotels zum Programm: Von Gregors Frühstücksei über zahlreiche Liebestäubchen und "eine aristokratische Gans" bis hin zur vampiresken Ausbeutung durch Mittenhofer wird eine Welt durch sanften Flügelschlag und hackende Schnäbel kreiert.

Die Musik ist von einer luziden Künstlichkeit, die mit Montage, Zitaten und auch Parodie arbeitet. So erhält beispielsweise die Visionärin Hilda Mack, die seit 40 Jahren auf die Rückkehr ihres nach der Hochzeitsnacht entschwundenen Bräutigams wartet, Züge der wahnsinnigen Lucia di Lammermoor. Die Figuren werden durch obligate Instrumente charakterisiert - Hilda mit der Flöte, Elisabeth mit der Violine, Gregor mit der Blechgruppe. Ein artifizielles Netz aus Beziehungen entsteht, das die Zuhörer in dem gefangen hält, was Hofmannsthal als "traumhaft deutlichen, flüchtigen Seelenzustand, den wir Stimmung nennen" beschrieb.

Musikalische Leitung: Noam Zur
Inszenierung: Karoline Gruber
Bühne: Roy Spahn
Kostüme: Mechthild Seipel

Opernensemble des Aalto-Musiktheaters
Essener Philharmoniker

Einführungsmatinee: 18. April 2010, Aalto-Theater, Essen
Premiere: 24. April 2010, Aalto-Theater, Essen
Vorstellungen: 27./29. April 2010 | 2./8. Mai 2010 | 7./16. Juli 2010


Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn in der Aalto-Cafeteria.

Eine Koproduktion des Aalto-Musiktheaters Essen
und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010