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Label: "Wir sind die Wiege der Kultur"

Symposium

gleichnis und wirklichkeit

mit Ingeborg Bachmann bei den Endproben zur Uraufführung von mit Ingeborg Bachmann bei den Endproben zur Uraufführung von "Der junge Lord", Berlin 1965

mit Ingeborg Bachmann bei den Endproben zur Uraufführung von "Der junge Lord", Berlin 1965

Hans Werner Henze und die Literatur

Henzes Schaffen ist wie kaum ein anderes seiner Zeitgenossen durch die Literatur geprägt. Er widmete sich dem Musiktheater schon zu einer Zeit, als die musikalische Avantgarde die Gattung ablehnte.

Literarische Texte beeinflussen seine Essays und Schriften, der enge Austausch mit seinen Librettisten und insbesondere sein politisches Engagement schlugen sich in den Texten seiner Kompositionen nieder. Henze erschloss sich klassische Vorlagen im Dialog mit zeitgenössischen Autoren:

Grete Weil bearbeitete für ihn den Manon Lescaut-Stoff, gemeinsam mit Ingeborg Bachmann entdeckte erneues Potenzial in Texten von Heinrich von Kleist und Wilhelm Hauff. Weitere Arbeitspartner waren für ihn die Schriftsteller Wystan Hugh Auden, Edward Bond und Hans-Ulrich Treichel. Nicht nur seine Vokalkompositionen, sondern auch viele seiner Instrumentalkompositionen zeugen vom intensiven Bezug zur Literatur.

Im Symposium wird in Beiträgen zu Liedern, ausgewählten Werken des Musiktheaters - darunter "Wir erreichen den Fluß", "Prinz von Homburg", "Phaedra", "Undine", "Das verratene Meer" - und zu Instrumentalwerken dem besonderen Verhältnis Henzes zu seinen literarischen Vorlagen nachgegangen. Dramaturgen, Literaturwissenschaftler und Musikwissenschaftler, die das Leben und OEuvre Henzes erforscht haben, beleuchten das Thema aus der Perspektive ihrer jeweiligen Disziplin.

Programm:

Freitag, 05. November 2010
14.00 Uhr: Begrüßung und Einführung
14.30 Uhr: Norbert Abels (Essen)

"Im Innern der Wunde…" Formensuche beim frühen Henze am Beispiel der Rundfunkoper "Ein Landarzt"

15.15 Uhr Matthias Brzoska (Essen)
Von "Manon Lescaut" bis zu "Boulevard Solitude". Dramaturgie eines Sittenromans auf der Opernbühne

16.00 Uhr KAFFEEPAUSE
16.15 Uhr Kerstin Schüssler (Hamburg)

"Kriegszucht und Gehorsam" oder "Freiheit und Würde"? Henzes "Prinz von Homburg" und seine Rezeption

17.00 Uhr Alexander Meier-Dörzenbach (Hamburg)
Was darf Kunst können – was kann Kunst dürfen? Henzes "Elegie für junge Liebende" als musiktheatrale Selbstreflexion

17.45 Uhr Klaus Oehl (Dortmund)
Maskeraden: Elemente der Commedia dell’Arte in Henzes "König Hirsch"


Samstag, 06. November 2010 Vormittag
9.00 Uhr: Albrecht Faasch (Hamburg)

"We come to the river"

9.45 Uhr: Jens Rosteck (Nizza)
Matrosen, Meer und Mord – stoffgeschichtliche Reflexionen zu Hans Werner Henzes Mishima-Adaption "Das verratene Meer"

10.30 Uhr KAFFEEPAUSE
10.45 Uhr Albert Gier (Heidelberg)

"Phaedra": von Euripides zu Hans Werner Henze

11.30 Uhr Peter Petersen (Hamburg)
Das "Undine"-Projekt von Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann

12.15 Uhr MITTAGSPAUSE
14.00 Uhr Andreas Krause (Mainz)

Zwischen Bühnenwirklichkeit und sinfonischem Gleichnis – Bemerkungen zur Maratona-Figur bei Hans Werner Henze

14.45 Uhr Michael Kerstan (Rom)
Hans Werner Henzes politische Lieder – jenseits des Zeitgeistes

15.30 Uhr Elisabeth Schmierer (Essen)
Instrumentalmusik und Text: Zu Henzes Instrumentalkonzerten auf literarische Themen

16.15 Uhr Musikalisch-Literartisches Café:
Diskussionsrunde mit den Teilnehmern des Symposiums


5. November 2010, 14–18 Uhr | 6. November 2010, 9–18 Uhr
Kammermusiksaal der Folkwang Universität, Essen

Kontakt:
Elisabeth Schmierer
elisabeth.schmierer@folkwanghochschule.de

Eine Koproduktion der Folkwang Universität
und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010