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Label: "Wir sind die Wiege der Kultur"

Neuinszenierung

phaedra

Marino 2001 / fotografie: barbara klemmMarino 2001 / fotografie: barbara klemm

Marino 2001 / fotografie: barbara klemm

Konzertoper in zwei Teilen | Libretto von Christian Lehnert

Raunende Echos aus längst vergangener Zeit formen sich allmählich zur Fabel von Phaedra, die sich in ihren Stiefsohn Hippolyt verlieben muss, weil dieser die Jagdgöttin Artemis umschwärmt.


Das wiederum treibt die Liebesgöttin Aphrodite in rasende Eifersucht: In einem Labyrinth aus schuldhaften Verknüpfungen werden zwei Menschen zu Spielbällen der Götter. Aus der Liebe führt der Weg direkt in den Tod. Phaedra, von Hippolyt zurückgewiesen, verleumdet ihn bei seinem Vater Theseus, worauf dieser seinen Tod veranlasst. Phaedra verzweifelt vor Liebesschmerz und Reue und stürzt sich in den Selbstmord.

Doch das Spiel der Göttinnen hat kein Ende. Artemis entführt den toten Hippolyt in den heiligen Hain am Nemi-See, erschafft aus seinen Überresten Virbius und sperrt ihn in einen Käfig. Phaedra kehrt von den Toten zurück, um Hippolyt in die Unterwelt zu holen. Dieser aber vermag sich zu befreien. Als Gott des Waldes, ohne Bewusstsein der eigenen Vergangenheit, bricht er auf in die Wälder, um nach der Musik des wiedergeborenen Minotauros einer Zukunft in neuer Sterblichkeit entgegenzugehen: "Wir sind nackt geboren. Wir dringen zur Sterblichkeit vor und tanzen...".

Ein "kretisch, maritim, urzeitiges" Musiktheater wollte Hans Werner Henze mit seiner Oper "Phaedra" auf das Libretto des Lyrikers Christian Lehnert komponieren - und präsentierte mit der Uraufführung 2007 an der Berliner Staatsoper ein magisches Spätwerk. Geheimnisvolle Schattierungen, exotische Klangwirkungen, kammermusikalische Durchsichtigkeit und hart artikulierte Ballungen vereinen sich zu einer ganz eigenen Musiksprache. Die Zeitschrift Opernwelt kürte "Phaedra" zur Uraufführung des Jahres. Für die Deutsche Oper am Rhein wird sich die international tätige Regisseurin Sabine Hartmannshenn mit der fremden Welt des antiken Mythos beschäftigen.

Musikalische Leitung: Wen-Pin Chien
Inszenierung: Sabine Hartmannshenn
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Susana Mendoza
Licht: Volker Weinhart

Opernensemble der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg
Duisburger Philharmoniker

Premiere: 29. Oktober 2010, Theater Duisburg
Vorstellungen: 2./6./14./24. November 2010 | 1. Dezember 2010

Opernwerkstatt: 22. Oktober 2010, 18 Uhr, Theater Duisburg

Eine Koproduktion der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg
und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010