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RUHR.2010-TV

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Kulturhauptstadt ohne Barrieren / MEHR

RUHR.2010 Veranstaltungstickets

Emscherkunst 2010

Walking House / Foto: Emschergenossenschaft/ N55
Walking House / Foto: Emschergenossenschaft/ N55

Walking House / Foto: Emschergenossenschaft/ N55

Das größte Kunstprojekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 dauert 100 Tage und hat sich unter dem Namen "Emscherkunst 2010" als Ausstellungsort die Emscher-Insel gewählt. Ein Ort, der ungewöhnlicher nicht sein könnte.

 

 

Eine Insel für die Kunst

Entlang der Emscher zeigte sich lange Zeit die unschöne Seite des Reviers. Und genau hier entstehen aus betonierten Abwasserkanälen renaturierte, lebendige Gewässer – derzeit das größte Renaturierungsprojekt der Welt. Schwer vorstellbar? Wer es heute noch nicht glauben mag, ist eingeladen, sich 2010 selbst vom „Wunder der Emscher“ zu überzeugen. Die Emscher-Insel bildet dabei das Herzstück des Neuen Emschertals. 40 Künstlerinnen und Künstler erschaffen 20 Werke unterschiedlichster Art. An den ungewöhnlichsten Stellen der Insel, zum Beispiel an Schleusen, im Kanal oder auf Industriebrachen, wird ein "singender" Felsen ebenso zu finden sein wie ein Community-Garden oder ein wanderndes Kasperletheater. International renommierte Künstler und Studenten der Kunstakademie Münster haben die Aufgabe angenommen, sich intensiv mit der Region auseinanderzusetzen.

2010 entstehen beispielsweise ein monumentales Wandmosaik auf der Außenhülle eines ehemaligen Faulturms in Herne (Silke Wagner) und ein versunkener Garten in einem ehemaligen Klärbecken in Bottrop (Piet Oudolf und Eelco Hooftman). Viele Projekte laden nicht nur zum Anschauen, sondern zum Mitmachen und Mitgestalten ein. Die Ausstellung ist per Schiff, Fahrrad und mit dem Auto zugänglich. Am 29. Mai 2010 wird die Ausstellung im Rahmen eines großen Eröffnungsfestes durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein- Westfalen eröffnet.

KulturKanal

Rhein-Herne-Kanal während der ExtraSchicht 2009 / Foto: Marie Köhler
Rhein-Herne-Kanal während der ExtraSchicht 2009 / Foto: Marie Köhler

Rhein-Herne-Kanal während der ExtraSchicht 2009 / Foto: Marie Köhler

Als beliebte Kultur- und Tourismusachse durchquert der 70 km lange Rhein-Herne-Kanal die Metropole Ruhr von Duisburg bis Datteln. Ein gut ausgebautes Fahrradnetz, Kulissen aus Industrie, Freizeit und Natur und künstlerisch gestaltete Uferorte bilden den Rahmen für eine Vielfalt von Ereignissen. Am 20. März eröffnet eine spektakuläre Wasserinszenierung den KulturKanal im Stadthafen Recklinghausen.

Ab April zeichnet "KanalGlühen: Non Stop City" die Vision einer neuen Stadtlandschaft in die Nacht. Auf Tableaus am Ufer gestalten Künstler ab Mai ein verbindendes künstlerisches Leitsystem. Ganzjähriges rustikales Ruhrpottpanorama mit Musik, Theater, Literatur und Comedy verspricht eine Fahrt mit dem "Kulturschiff". Ein "ChorKanal" mit singenden Schiffkonvois und Chören am Ufer fordert am 5. Juni zum Mitsingen auf. Auch im zweiten Halbjahr bleibt es mit Open-air Kino, futuristischen Schiffshörnern und tanzenden Betonpumpen spannend. Zum Abschluss setzen mobile Konzerte, begehbare Lichtarchitekturen und multimediale Performances den Duisburger Innenhafen in Szene. Steigen Sie zu in Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop und Datteln.

Partner: Stadt Herne im Verbund mit den Anrainerstädten. In Kooperation u. a. mit Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (NRW), Emschergenossenschaft, LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg, Museum Strom und Leben, RVR, RTG, Unperfekthaus, Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich

RuhrAtoll

Ruhr-Atoll, U-Boot-Transfer / Foto: RUHR.2010/Jan Pauly
Ruhr-Atoll, U-Boot-Transfer / Foto: RUHR.2010/Jan Pauly

Ruhr-Atoll, U-Boot-Transfer / Foto: RUHR.2010/Jan Pauly

Ob zu Fuß, mit dem Rad, mit Rollschuhen oder auf dem Wasser mit dem Boot: Um den Baldeneysee wird im Sommer ganz viel von der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zu entdecken sein! Unter anderem auch das Kunstprojekt Ruhr-Atoll.

Vorbild für das Projekt Ruhr-Atoll sind natürliche Atolle. Das sind kreisförmige Inselgruppen im Meer, die durch Vulkane entstanden sind. Künstler und Wissenschaftler des Projekts Ruhr-Atoll waren von diesen Inselgruppen so beeindruckt, dass sie mit Hilfe von neuen Materialien und Technologien ihr eigenes künstliches Atoll auf dem Baldeneysee geschaffen haben.

Von Mai bis Oktober 2010 schwimmen nun also fünf Kunstinseln auf dem See. Jede von ihnen ist fast so groß wie ein Ausflugsdampfer. Um die Inseln aus der Nähe betrachten zu können, kann man auf Tretbooten zu ihnen hinüberfahren, die es am Ufer beim Bootshaus zu mieten gibt. Dadurch, dass die Besucher dabei ihre eigene Energie verbrauchen, werden sie selbst ein Teil des Projekts. In einer großen Ausstellung in der Ruhr-Atoll-Halle an der "Kulturmeile Ruhrtalstraße" ganz in der Nähe des Sees können Modelle der Inseln bestaunt und alles Wissenswerte darüber in Erfahrung gebracht werden.

 

Route der Wohnkultur

Blaues Haus, Dortmund / Foto: Thorsten Schauz
Blaues Haus, Dortmund / Foto: Thorsten Schauz

Blaues Haus, Dortmund / Foto: Thorsten Schauz

Im Gegensatz zu herkömmlichen Architektur- und Stadtführungen macht die "Route der Wohnkultur" den sozialen und atmosphärischen Alltag des Wohnens erleb bar. Dazu werden bewohnte Wohnungen aus der Zeit von 1850 bis heute über geführte Touren in einen anschaulichen Zusammenhang gebracht.

Gezeigt werden insgesamt 60 Wohnprojekte, die beispielhaft für die vier großen Themen des Wohnens in der Metropole Ruhr stehen: "Siedlung", "Geschichte und Moderne", "Urbanität" und "Demografie". Die Wohnprojekte umfassen Einzelbauten, Umbauten und Siedlungen unterschiedlicher Epochen und Themen: vom modernen Wohnungsbau am Duisburger Innenhafen, über Transformationsprozesse in Großsiedlungen, Umbauten und Umnutzungen ehemaliger Industriegebäude bzw. Sanierungen und Modernisierungen historischer Bauwerke bis hin zu Wohnkonzepten, wie das generationsübergreifende Wohnprojekt "WohnreWir Tremonia" in Dortmund oder das "Fliedner Dorf" in Mülheim an der Ruhr.
Die Standorte der drei- bis vierstündigen Touren orientieren sich an den Portalstädten der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010: Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund. Während des "Tages der Wohnkultur" am 19. September und des "WohnKulturSommers" von August bis Oktober werden zusätzlich ausgewählte bewohnte Schauwohnungen entlang der geführten Touren für die Besucher geöffnet.
WohnkulturSommer: 1.8. - 31.10.2010
Auftaktveranstaltung: 1.8.2010, 11 Uhr
Abschlussveranstaltung: 31.10.2010, 11 Uhr
Tag der Wohnkultur: 19.9.2010, 11 - 18 Uhr

TWINS THE THIRD EYE

Foto: Christina SmithFoto: Christina Smith

Foto: Christina Smith

Kinder und Jugendliche, Architekten, Künstler und Wissenschaftler bauen in der Metropole Ruhr und den Partnerregionen Yorkshire, Tallinn und Randstad Städte der Zukunft – im Modell.

Wandelt mit Robotern durch die Metropolen der Zukunft!

In Schulen der Metropole Ruhr entstand, ausgehend von realen Stadtlandschaften, eine Miniaturversion der "Cybercity Ruhrstadt", durch die sich Videoroboter bewegen lassen. In einer interaktiven Ausstellung könnt ihr mit den Kameraaugen der Roboter die Metropole von übermorgen auf Großbildleinwänden oder virtuell im Internet in Fußgänger-Perspektive durchstreifen, ja sogar mit den Robotern plaudern oder im weltweit ersten Telepräsenz-Café übers Netz mit Besuchern in Estland, Holland und England einen virtuellen Kaffee trinken. THE THIRD EYE verblüfft nicht nur über den Größen-Maßstab zwischen Modell und Realität, sondern auch durch Qualitäts-Maßstäbe, die an die Metropolen der Zukunft angelegt wurden. Vordergründig ging es in den Jahren der Entwicklung dieses spartenübergreifenden Medienkunst-Projekts nicht darum, wie die Metropole der Zukunft aussehen wird, sondern wie sie aussehen sollte. Welche Ansprüche muss sie befriedigen bzw. was fehlt den Metropolen der Gegenwart? Die Cybercities Ruhrstadt und der beteiligten Metropolen sind demnach zugleich technische Vision und politischer Appell.

13.11. – 13.12.2010: MI – SO 11 – 18 UHR / 1,50 – 3 € / WELTERBE ZOLLVEREIN, HALLE 5 / ESSEN

Projektförderer: BIONADE

TWINS Cuculus 2010

Foto: Martin KaiserFoto: Martin Kaiser

Foto: Martin Kaiser

Jugendliche folgen den Zugvögeln auf ihrer Reise in den exotischen Süden.
Seit 2008 bewegen sich Schülerinnen und Schüler aus der Metropole Ruhr, Marseille und Istanbul gemeinsam mit Künstlern kreativ auf den Routen von Mauerseglern, Störchen und Schwänen, entdecken "im Vertrauten Fremdes und im Fremden Vertrautes".

Auf der 7.000 km langen Reise der Zugvögel begegnen Lehrern und Schülern Geschichten, Düfte, Genüsse, Klänge und Bilder aus der Vogelperspektive und in der Phantasie. Mit Ghandi Chahine verwandeln sich Erlebnisse in Sprechgesänge; zum Klang von Trommeln, Kalebassen, Hölzern oder Riesensamen singen die Kinder zu Vogelstimmen unter Anleitung von Dominik Muscat; Schulorchester interpretieren den Sound der Kulturen. Luftbilder werden als Muster in Stein gemeißelt oder bunt auf Stoff festgehalten. Mit dem Flugwind weht der Geruch von Couscous, frischem Koriander und Minzetee, die Stimmen der Völker verdichten sich zu Klangsprachen und Schriftzeichen, bis schließlich die bunten Häuser der Ndbele in Südafrika die Inspiration für eine Hausbemalung mit Johann Kleinevetter liefern. Was seit 2008 bei diesem Projekt unter Federführung des artourprojects e.V. entstanden ist, kommt 2010 auf die Bühne, mit Theater, Malerei, Literatur, Musik oder Kalligraphie. Auch ihr seid herzlich eingeladen, bei den Darbietungen der fliegenden Klassenzimmer mitzumachen!

MAI 2010: BÜHNENPRÄSENTATIONEN, AUSSTELLUNGEN & MITMACHAKTIONEN / FREIZEITZENTRUM WEST / DORTMUND

 

TWINS Streitkulturstadt 2010

Foto: Ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof Foto: Ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof

Foto: Ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof

Kultur bedeutet Auseinandersetzung – Streit auch. Auseinandersetzungen stellen sich seit 2008 Jugendliche aus Dorsten und ihrer sächsischen Partnerstadt Hainichen. Konflikte werden beobachtet und in einem Tagebuch festgehalten

So kann man spannende und innovative Techniken erlernen, wie sich ein Konflikt nicht nur friedlich schlichten, sondern sogar in eine Kooperation der Streithähne umwandeln lässt.

Dazu trainierten sie nach der Formel "RAD" - "Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin". Sie beinhaltet, Konflikte erkennen und benennen zu können, sich selbst zu positionieren: "Werde ich mit Respekt behandelt?" Es stellt sich die Frage, wie man selbst behandelt bzw. nicht behandelt werden möchte, um schließlich gemeinsame Regeln für einen wünschenswerten Umgang zu erstellen.

Themen wie "Rassismus" und "Interkulturelle Kompetenz" liefern entsprechenden Zündstoff, den es zu entschärfen und zu bewältigen gilt. Nach einem Besuch der Dorstener Jugendlichen in Sachsen, erwartet Dorsten im Jahr 2010 Schülerinnen und Schüler aus Hainichen zur nächsten Deeskalationsrunde.

JUNI 2010: DORSTEN