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Kulturhauptstadt ohne Barrieren / MEHR

RUHR.2010 Veranstaltungstickets

HELDEN - Von der Sehnsucht nach dem Besonderen

Held des Reviers. Götz George als Tatort-Kommissar Horst Schimanski / Foto: WDR/FalkeHeld des Reviers. Götz George als Tatort-Kommissar Horst Schimanski / Foto: WDR/Falke

Held des Reviers. Götz George als Tatort-Kommissar Horst Schimanski / Foto: WDR/Falke

Helden sind Vorbilder und Hoffnungsträger. Sie spiegeln unsere Sehnsucht nach dem Besonderen wider. Doch sie tauchen nicht einfach auf, sondern werden erschaffen. Ob Herkules oder Lara Croft: Jede Zeit macht ihre Helden. Wie und warum entstehen Helden? Welchen Preis zahlen sie für ihr Heldentum? Brauchen wir heute noch Helden?

Die große Sonderausstellung "HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) spürt Kult und Mythos nach und beleuchtet Heldenbilder von der Antike bis zur Gegenwart. Von den Heroen der Antike bis zu modernen Rettungskräften, von Horst Schimanski bis Lara Croft begegnen die Besucher Helden und Heldinnen der Region und der Fremde, ihren Medien und Machern, ihren Freunden und Gegnern. Die Ausstellung in der Henrichshütte Hattingen zeigt, welche Menschen in der Metropole Ruhr verehrt werden und welche Vorbilder Zuwanderer aus 170 Nationen mitgebracht haben. Über 800 eindrucksvolle Exponate aus fünf Kontinenten schlagen den Bogen von der Metropole Ruhr nach Europa und Übersee und gewähren Einblick in die Welt der Superhelden, der Helden von Krieg und Widerstand und der Stars aus Sport und Entertainment. Vom Bronzehelm aus Olympia und der Rüstung Kaiser Maximilians I. über die lebensgroße Statue der "Wunderstute" Halla bis zur Silberbüchse Winnetous präsentiert die Ausstellung sehenswerte Objekte aus bedeutenden Museen und nie gezeigte Stücke aus privatem Familienbesitz. Interaktive Multimedia-Stationen machen ausgewählte Heldenfiguren mit allen Sinnen erlebbar.
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (12.3. - 31.10.2010) / Di - So 10 - 18 Uhr; Mo geschl., außer an Feiertagen

SchachtZeichen

Ballon über Landschaftspark Duisburg-Nord / Foto: ujesko
Ballon über Landschaftspark Duisburg-Nord / Foto: ujesko

Ballon über Landschaftspark Duisburg-Nord / Foto: ujesko

Wir schreiben das Jahr 2010!
Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas!
Es ist Mitte Mai, der Frühling in voller Blüte.

9 Tage lang schwebt ein farbiges, heiteres Bild über dem gesamten Ruhrgebiet. 400 große gelbe Heliumballone steigen bis zu 80 Meter in den Himmel.

Sie markieren jene Orte,

  • an denen einst die Fördertürme wie Dome in den Himmel ragten,
  • an denen einst Schächte über 1000 m tief senkrecht in die Erde wiesen,
  • an denen hunderttausende von Menschen gearbeitet und um sie herum gelebt haben,
  • an denen 100 Jahre Wandel ablesbar sind.

Weithin werden so die Wurzeln des Ruhrgebiets aber auch die beeindruckende Entwicklung der Metropole Ruhr sichtbar.

Das Projekt SchachtZeichen ist die Idee, den Strukturwandel in der Metropole Ruhr aufzuzeigen und ihn sinnlich erfahrbar zu machen. Die gelben Ballonzeichen steigen dort auf, wo früher Bergwerke und Schachtanlagen standen, über aktiven und stillgelegten Zechen, über gestalteten Parks und wildem Brachland, über Einkaufszentren und Parkplätzen, über Wohnsiedlungen und Technologiezentren, über Straßen und historischen Schachtgerüsten. An ausgewählten Standorten vor Ort werden zahlreiche Veranstaltungen, Feiern, Ausstellungen, Firmenpräsentationen und Kulturevents stattfinden, die die kulturelle Vielfalt und individuelle Ortsgeschichte präsentieren. Denn SchachtZeichen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Region, eine Mitmachaktion und großes Fest für und mit den Bürgern vor Ort. 

SchachtZeichen ist eine Idee von Dr. Volker Bandelow, Gelsenkirchen. Projektpartner: Die Städte des Ruhrgebiets, Commerzbank-Stiftung, Dolezych GmbH & Co. KG, über 100 Ballonpaten und Förderer, viele ehrenamtliche und bürgerschaftliche Initiativen.

TWINS Mitten am Rand

Foto: Kora GaulFoto: Kora Gaul

Foto: Kora Gaul

Jugendliche aus der Metropole Ruhr, ihren Partnerstädten, sowie Linz, Istanbul und Malta sind an den nördlichen Rand der Metropole eingeladen, um die Region zu erkunden, den Strukturwandel und die Welt von Kunst und Kultur kennen zu lernen, und schließlich den Titel Ruhr Scout zu erhalten.

Jugendliche beschäftigen sich in Workshops mit dem Thema Solidarität und setzten hierzu eigene Projekte um.

Interkulturell zusammengesetzte Teams beschäftigen sich in Workshops mit Tanz, Musik, Theater oder Internet und stehen vor der Herausforderung, kulturelle und sprachliche Barrieren nicht als Problem, sondern als Aufgabe zu begreifen. Soziale Differenzen bleiben nicht ausgespart; die Jugendlichen befassen sich auch mit Lebenssituationen gesellschaftlich benachteiligter Menschen sowie mit eigenen Erlebnissen zu den Themen Grenzerfahrung, Isolation und Solidarität. In Diskussionsforen erfahren und ersinnen die Teilnehmer Möglichkeiten, wie Jugendliche Europa politisch mitgestalten können; im praxisorientierten Teil des Projektes erlernen sie ergänzend die Beantragung, Organisation und Durchführung von eigenen Projekten. Über die Erfahrung, dass jede und jeder Einzelne etwas vor Ort bewirken und sogar international Einfluss nehmen kann, werden die Kompetenzen der Jugendlichen weiterentwickelt und ihr Selbstvertrauen gestärkt.

TWINS youth_international

Foto: Stefan PromnikFoto: Stefan Promnik

Foto: Stefan Promnik

Entdecke die Umgebung der Metropole Ruhr und Europas und erobere die Medienwelt!

Mit dem Handy als Aufnahmegerät stöberst du durch die Städte nach Klängen und Bildern.

Beispielsweise kannst du Alltagsgeräusche zu rhythmischen Klangschleifen neu ordnen und mit fotografischen "Handygrafien" Sounds illustrieren und so völlig neue Perspektiven auf das Alltagsgeschehen werfen. Die Internetseite www.artgaffa.de, auf der die Arbeiten aller neuen jungen Medienkünstler präsentiert werden, soll zukünftig zum Austausch-Forum von Jugendlichen in ganz Europa wachsen.

TWINS RUHRschool explore - travel - make friends

Foto: Bernd HutschenreuterFoto: Bernd Hutschenreuter

Foto: Bernd Hutschenreuter

Was macht mehr Spaß, als mit Freunden auf Entdeckungstour zu gehen und das XXL- Puzzle Metropole Ruhr zu spielen?

Vier Dortmunder Schulen machen sich bis in das Kulturhauptstadt-Jahr auf den Weg, um die Teile zu finden, in denen der "Strukturwandel" sichtbar und erlebbar wird. Welche Formen und Farben und wie viele Teile hat es überhaupt? Werden viele Bilder gleichzeitig entstehen? Das sind die Fragen, denen die Schülerinnen und Schüler, von Klasse 7 an, seit 2007 nachgegangen sind. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Wandel in Bereichen von Wohnen und Arbeiten, Versorgung und kulturellen Angeboten zu erforschen und zu präsentieren. Alles beginnt im Unterricht der Schulen. Dort werden die Fragen entwickelt, durch Exkursionen die Antworten gesucht. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit lernen die Jugendlichen Gleichaltrige in Europa kennen, besuchen sie und erhalten Einblicke in deren Lebensbedingungen. Vorab bauen sie über das Internet Kontakte zu einer Partnerklasse auf und bereiten sich auf die große Reise dorthin vor. 2010 werden sich alle Klassen in Dortmund zu einem großen "Fachkongress" treffen und die kulturelle Vielfalt des Ruhrgebiets genießen.

TWINS Sultan, die Deutschlehrerin vom Bosporus und andere Schulgeschichten

Sultan heute als Lehrerin in Essen / Foto: Anne KochSultan heute als Lehrerin in Essen / Foto: Anne Koch

Sultan heute als Lehrerin in Essen / Foto: Anne Koch

Der Dokumentarfilm von Anne Koch und Team erzählt Erfolgsgeschichten der Migration und zeigt, welche Unterschiede türkische Menschen in sich vereinen müssen, um in der deutschen Gesellschaft anzukommen.

Da ist zum Beispiel Sultan D. Sie wurde 1965 in Büyükcekmece bei Istanbul geboren. Als sie zehn Jahre alt war, ging sie mit ihrer Familie nach Essen, wo ihre Eltern in einer Fabrik arbeiteten. Sie besuchte die Hauptschule in Karnap, ging zurück in die Türkei zu den Großeltern, kam wieder nach Deutschland, um das Abitur zu machen und Deutsch und Sozialwissenschaften an der Uni Essen zu studieren. Heute unterrichtet sie Deutsch an einer Essener Gesamtschule.

Ein weiterer Protagonist des Films ist Arif Y., Enkel eines Gastarbeiters, Sohn eines Metallarbeiters und einer Elektroinstallateurin. Er wurde vor 18 Jahren in Essen geboren, liebt Fußball und das Theater – und spielt mit in der Schauspielgruppe der Schule. Auch berichtet der Film von Adnan O., 16 Jahre alt. Er lebte mit seiner Mutter in Elazig in Anatolien und kam mit ihr im Herbst 2008 nach Deutschland. Die Dokumentation spürt die Lebenswege, Stationen und kulturellen Wurzeln der Protagonisten in Deutschland und der Türkei auf und soll 2010 in der Metropole Ruhr und der Türkei gezeigt werden.