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Kulturhauptstadt ohne Barrieren / MEHR

RUHR.2010 Veranstaltungstickets

Pottfiction

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Jugendliche haben Visionen - für eine bessere Welt, für die Zukunft ihrer Städte, ihrer Region und ihres Lebens. Pottfiction stellt Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren die zentrale Frage "Wie stellst du dir eine bessere Welt vor und was bist du bereit, dafür zu tun?"

Sieben Kinder- und Jugendtheater der Metropole Ruhr, das Berliner Designerkollektiv anschlaege.de, die Stiftung Mercator und RUHR.2010 bieten Jugendlichen vom Sommer 2009 bis zum Sommer 2010 ein gemeinsames Projekt mit Festival Charakter: Mit zwei großen Camps, regelmäßigen inhaltlichen Foren und vielen einzelnen Projekten. Durch den Dialog mit Künstlern erarbeiten die Jugendlichen Methoden und Strukturen, die darauf zielen, ihre konkrete Umwelt in ihrem Sinne zu verändern.  Den Auftakt des Projekts bildete im Sommer 2009 das Eröffnungscamp. In einer Wagenburg aus 16 LKW-Trailern haben im August 150 Jugendliche zusammen mit internationalen Künstlern gelebt, gearbeitet und gefeiert. In Workshops von Streetart bis Parkour, von Straßentheater bis Beatboxing wurden Ideen entwickelt, Konzepte umgesetzt und Kunsträume gestaltet. Nach diesem Auftakt-Highlight geht es an den sieben beteiligten Theatern weiter:

Bis zum Abschlusscamp 2010 in Herne entwickeln Jugendliche in den Städten zu verschiedenen Schwerpunktthemen eigene Projekte. Von Theaterinszenierungen bis hin zu kleinen Individualprojekten ist zwischen Oberhausen und Hamm (fast) alles möglich! Tanz, Performances, Interventionen im öffentlichen Raum, Schreibwerkstätten und Filmprojekte entstehen. In Begleitung professioneller Künstler an den Theatern ihrer jeweiligen Stadt erschließen sich die Teilnehmer neue Räume: Orte, an denen sich die Zukunft verhandeln lässt. Neue Erfahrungshorizonte tun sich auf. Es geht um Arbeit, um Bildung, Liebe, Wohnen und Glauben - was kann man tun für mehr Chancen, Gerechtigkeit und Freiheit.


Einige Teilnehmer des Abschlusscamps bilden eine Redaktion, die während des Camps laufend ihre Eindrücke und Ideen niederschreibt. Die Beiträge der Camp2-Redaktion sind hier zu finden.


pottfiction ist ein gemeinsames Projekt von Junges Schauspielhaus Bochum, Kinder- und Jugendtheater Dortmund, Consol Theater Gelsenkirchen, HELIOS Theater Hamm, theater kohlenpott Herne, tip-Theater Oberhausen, Westfälisches Landestheater Castrop-Rauxel, anschlaege.de Berlin, der Stiftung Mercator und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.


Weitere Infos finden Sie auf der Projektseite.

NEXT GENERATION

Foto: Diana Küster
Foto: Diana Küster

Foto: Diana Küster

Die Zukunft der Stadt und die Visionen ihrer jungen Einwohner stehen im Mittelpunkt des Projektes NEXT GENERATION. Jugendliche aus dem Norden als auch aus dem wohlhabenderen Süden des Ruhrgebiets untersuchen den Ort, an dem sie leben und stellen die Frage danach, wie der Ort aussehen soll, an dem sie auch in Zukunft leben wollen.

In ihren Biografien fokussieren sich die großen Fragen, die eine jede zukünftige Gesellschaft wird beantworten müssen; aus ihren Geschichten und vor allem ihren Zukunftsvorstellungen entsteht das exemplarische Panorama von Jugend in einer Stadt und Region im Wandel. Nicht ohne Grund sollen die Jugendlichen selbst zu Wort kommen, schließlich sind sie die nächste Generation, die den Wandel der Region weiter gestalten muss. Nicht zuletzt von ihnen wird abhängen, wie wir in der Ruhrregion in Zukunft leben werden. Ob sich aus dem Dickicht der Städte tatsächlich eine lebenswerte Metropole bilden wird, liegt in ihren Händen.

Über das gesamte Stadtgebiet von Bochum und Essen verteilt sowie in Duisburg und Herne entstehen "Zukunftshäuser", in denen Jugendliche über einen längeren Zeitraum zu ihren Vorstellungen von Zukunft arbeiten. Die Werkstätten untersuchen die Besonderheiten in den Quartieren, suchen nach Spuren von Arbeit oder erfinden die Stadt neu. Dabei entwickelt sich immer etwas, das man zeigen kann: Theater, ein Film, es kann wissenschaftlich gearbeitet werden oder künstlerisch.

Der Autor und Regisseur Nuran David Calis wird von Januar bis Oktober 2010 in allen Zukunftshäusern präsent sein und die Geschichten der Jugendlichen, die dort arbeiten, sammeln. Auf seinem Weg durchs Ruhrgebiet entsteht ein immer größer werdendes Ensemble aus Spielern, Tänzern und Musikern, das gemeinsam ein Stück für die Bühne erarbeitet, das im Herbst 2010 im Bochumer Schauspielhaus aufgeführt wird.

NEXT GENERATION entsteht in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Essen, dem Schauspielhaus Bochum (unter der Intendanz von Anselm Weber ab August 2010) und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Kooperationspartner: Deutschlandradio Kultur

TWINS X-Circus-Ruhr: Der Sturm

Grafik: Hartmut Hoffmeister
Grafik: Hartmut Hoffmeister

Grafik: Hartmut Hoffmeister

Shakespeare mal anders: Jugendliche Skater, Inliner und BMXer inszenieren das Stück "Der Sturm" auf ihre Weise.

Shakespeare goes Skateboard. William Shakespeares vor Magie und Fabelwesen übervolles Drama "Der Sturm" rollt, springt und fliegt in fünf Bildern durch eine Manege im Kurpark von Unna. Der Großteil des 30- bis 40-köpfigen Ensembles kommt direkt von der Straße, aus der Fußgängerzone, von Rathaustreppen und Kirchplätzen. Es sind junge BMXer, Skater, Inliner und Breakdancer aus der Metropole Ruhr und ihren Partnerstädten, die ihre beeindruckenden Stunts und Grinds vom Straßenasphalt auf die Sägespäne eines eigens hierfür ausgestatteten Zirkuszelts verlegen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Circusschule Travados und professionellen Akrobaten aus deren Umfeld, halten die Artisten der Innenstädte, die sich ohnehin mehr als Künstler und weniger als Sportler verstehen, bei der neuen und ungewöhnlichen Interpretation des Bühnenklassikers die Gesetze der Schwerkraft zum Narren. Dabei demonstrieren die urbanen Sprung- und Bewegungskünstler ihre Tricks bei zehn Vorstellungen vor einem sicherlich dankbaren Publikum. Von der Wortgewalt Shakespeares bleibt freilich nicht viel übrig - stattdessen tobt "Der Sturm" auf Rollen durch eine kaum minder faszinierende Welt aus Licht, Musik und Choreografien zwischen Himmel und Erde.

2.06. – 6.06.2010: 16 & 20 UHR / 7 – 9 € / CIRCUS TRAVADOS / KURPARK UNNA

TWINS Kasperiade

Foto: Reinhard Wieczorek Foto: Reinhard Wieczorek

Foto: Reinhard Wieczorek

Die bekannteste Puppenfigur lädt zu einem internationalen und bunten Programm ein.

Seid ihr alle da? Aber bestimmt noch nicht so lange wie Punch, Polichinelle, Vitéz Laszló, Mester Jackel, Petruschka, Karagöz, Vasilache oder Kasper. Die wohl bekannteste Puppenfigur des Abendlandes hat viele Namen und einige Spuren in der Kulturgeschichte hinterlassen. So leitet sich beispielsweise der Begriff "Slapstick" vom stets gerechtfertigten Knüppelschlag Kaspers ab.

In ganz Europa ist der lustige, schlaue, mutige, den Zeiten und Moden trotzende Held zu Hause. Dementsprechend soll 2010 der Kasper Menschen als idealer Mittler zur Integration der Kulturen dienen, und zwar europaweit, in der Metropole Ruhr, ihren Partnerstädten und der Co-Kulturhauptstadt Pécs. Internationale Figurentheater sind zu Gast, besuchen Schulen und Jugendkulturzentren. Kinder und Jugendliche entwickeln gemeinsam Kaspertheaterstücke, wobei sich ihnen spielerisch ein Zugang zur Geschichte Europas und der Puppe eröffnet. Darüber hinaus lockt entlang der Kasperiade ein spartenübergreifendes Programm zu allen Erscheinungsformen der Puppe in Ballett, Musik, Literatur, Kostümen oder Malerei. Auf Symposien tauschen sich Wissenschaftler und Künstler über die zeitlose Figur aus, und im Herbst 2010 ist eine Ausstellung von Künstlern aus Bottrop, Frankreich und England zur "lustigen Figur" geplant.

7.03. – 9.03.2010: ERÖFFNUNG DER KASPERIADE / BOTTROP

5.09. – 10.09.2010: FESTIVALWOCHE / BOTTROP

26.11.2010: AUSSTELLUNG / BOTTROP

27.11. – 29.11.2010: FESTIVALWOCHENENDE / BOTTROP

TWINS traces of: FATZER

Foto: Stephan GlaglaFoto: Stephan Glagla

Foto: Stephan Glagla

Berthold Brechts Dramen-Fragment "Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer" handelt von einem Kriegsdeserteur, dem sein Leben lieber ist als Hunger und Tod.

Brecht selbst schlug vor, dieses bewusst unvollendete Stück als "Steinbruch" zu nutzen, es am besten zu zertrümmern, um einen neuen Zugang zu ihm zu finden. Bereits seit 2008, anlässlich des Mülheimer Stadtjubiläums, klopfen Jugendliche aus Mülheim und seinen Partnerstädten auf den Spuren des Johann Fatzer das Stück ab und entdeckten dabei Ideen zu einer gerechteren Gesellschaft, deren Möglichkeiten sie in Kunstwerkstätten spielerisch untersuchten und erprobten. Im Sommer 2009 führten 60 Mülheimer Jugendliche und 180 aus Beykoz/Istanbul, Opole, Darlington, Tours und Kuusankoski das künstlerisch-politische Projekt in drei Kulturcamps fort. 2010 schließlich werden 120 Jugendliche aus Mülheim und seinen Nachbarstädten sowie 120 Akteure aus den Partnerstädten in einem zweiwöchigen Sommercamp die bisher entstandenen Projektteile unter der künstlerischen Leitung des Theaterregisseurs Martin Kreidt zusammenfügen und die Abschluss-Präsentation erarbeiten. In einem Zeitraum von drei Jahren sind zwischen beteiligten Jugendlichen und Künstlern Freundschaften entstanden, die die Städtepartnerschaften auch emotional belebten.

17.07. – 1.08.2010: INTERNATIONALE JUGEND-KULTURBEGEGNUNG / RINGLOKSCHUPPEN, MÜLHEIM AN DER RUHR

31.07.2010: ABSCHLUSSPRÄSENTATION / „VARIETÉ DE LA VIE" / RINGLOKSCHUPPEN, MÜLHEIM AN DER RUHR

TWINS InterTWINed

Foto: Matthias Heine Foto: Matthias Heine

Foto: Matthias Heine

"Polen sind oft… Die Engländer sind alle…; Ostdeutsche haben immer…; Die Iren müssen dauernd…; Westdeutsche sind anders als…;" Seit neun Jahren bemüht sich das Gelsenkirchener Annette von Droste-Hülshoff-Gymnasium, offensiv solchen Vorurteilen zu begegnen.

Bei dem internationalen Theateraustausch untersuchen Schüler Vorurteile und stellen sie szenisch dar.

Gerade die Ausdrucksmöglichkeiten des Theaters erweisen sich als ideal, Sprach- und Kulturbarrieren, Mauern in den Köpfen und rote Linien im Atlas zu überwinden. So entstand im Jahr 2000 ein Theateraustausch zwischen Gelsenkirchener und Cottbusser Schulklassen. Beim Theaterfestival InterTWINed sind erstmalig auch Schultheatergruppen der Partnerstädte Newcastle upon Tyne, Avcılar, Milano, Dublin, Olsztyn und Valence mit von der Partie, die in größtenteils muttersprachlichen Workshops Stücke unterschiedlicher Theaterformen und Genres einstudierten. Die inhaltliche Klammer des Festivals bilden gegenseitige Vorurteile aber auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Europäer, die in Nachbearbeitungen und Workshops kreativ herausgearbeitet werden sollen. Damit das Theaterfestival auch über Aula und Schulhof in die Bevölkerung hinaus strahlt, werden die 100 Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren in Gastfamilien untergebracht. Zu erleben ist das europäische Schülerspektakel vom 8. bis 13. März 2010 im Gelsenkirchener Consol Theater.

9.03. -12.03.2010: 10:30 & 19 UHR / 3 – 5 € / THEATERAUFFÜHRUNGEN / CONSOL THEATER GELSENKIRCHEN

TWINS PIANO - Fortissimo

Foto: Vladimir ChikishevFoto: Vladimir Chikishev

Foto: Vladimir Chikishev

"Piano", was in der Musiksprache "leise Töne" bedeutet, ist der Name eines faszinierenden Pantomime-Ensembles aus Nischnij Nowgorod. Jede Vorstellung besteht aus verschiedenen Szenen des aktuellen Programms der Gruppe, ergänzt durch kleine Improvisationsspiele mit dem Publikum. Das Besondere am PIANO-Ensemble ist, dass die Akteure selbst gehörlos sind.

Gehörlose junge Menschen stellen ihre Welt auf der Bühne dar und laden euch dazu ein sie kennenzulernen.

Im September 2010 gastiert das einzigartige Ensemble an der Studio-Bühne Essen.  Vorstellungen an verschiedenen Schulen und öffentlichen Plätzen der Metropole Ruhr stehen ebenfalls auf dem Tourplan.

Zauberhaftigkeit, Fragilität der Stille, Lebendigsein – wundervolle poetische Momente sind bei "Piano" garantiert: Kinder, künstlerisch beeindruckend, vorurteilsfrei und neugierig, überwinden mit den Möglichkeiten des Theaters scheinbar flügelleicht-spielerisch die Grenzen von Sprache und Kultur auf hohem Niveau. Leider ist die Realität in der Heimat des Ensembles alles andere als zauberhaft, denn nicht nur in den russischen Medien ist Behinderung und Integration immer noch ein Tabuthema. Doch auch in Deutschland gilt es sicherlich noch Einiges hinzu zu lernen. Wie viel Beglückendes, Anrührendes und Schönes damit allerdings verbunden sein kann, macht PIANO - Fortissimo auch für euch erlebbar.

SEPTEMBER – OKTOBER 2010: STUDIO-BÜHNE ESSEN U. A.

TWINS LEA

Großstadtleben an zwei Orten der Welt. Die RauwaldCompany schickt szenisches Material aus Deutschland nach Israel und umgekehrt empfängt sie welches aus Israel.

Elf Künstlerinnen und Künstler zwischen 20 und 50 Jahren entwickeln improvisierte Szenen sehr persönlicher, von Großstadt- und Arbeitsleben geprägter Familiengeschichten.

Ausgangspunkt der Performance LEA sind die unterschiedlichen Berufslinien der Künstler: Wo kommen sie her? Wo gehen sie hin? Und wie? Gibt’s einen Dialog zwischen den Generationen? Parallel dazu setzen sich in Israel elf Künstler mit ihrer Wirklichkeit auseinander. So werden persönliche Geschichten aus dem jetzigen Israel mit ähnlichem Material aus Deutschland verknüpft. Im Sommer wird dann das Gesamtergebnis der deutsch-israelischen Performance zwischen Akteuren dreier Generationen aus zwei Nationen uraufgeführt.

15. & 16.03.2010: 3 – 5 € / PREVIEW LEA / TEL AVIV (IL)

OKTOBER 2010: 3 – 5 € / PERFORMANCE LEA / KAMPNAGEL INTERNATIONALE KULTURFABRIK, HAMBURG

OKTOBER 2010: 3 – 5 € / PERFORMANCE LEA / MASCHINENHAUS ZECHE CARL, ESSEN

TWINS Wo ist Zuhause?

Foto: Bernd MüllerFoto: Bernd Müller

Foto: Bernd Müller

Seit 2007 bearbeiten Studierende aus Hagen und der Partnerstadt Smolensk das Stück "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert über einen aus dem Krieg heimkehrenden Soldaten, der sich zu Hause nicht mehr zurechtfindet. Das Smolensker Ensemble "Miracle" führte es in russischer, deutscher und französischer Sprache, unter anderem in Hagen auf.

Im Gegenzug spielte das Hagener "Schloss-Spiel-Ensemble" seine Interpretation in Smolensk.

Im Juni 2009 waren in Hagen die beiden völlig unterschiedlichen Inszenierungen simultan zu sehen, mit der Smolensker Variante auf Videoleinwand und dem russischen Hauptdarsteller auf der Bühne. Der Fotograf Bernd Müller begleitet den eindrucksstarken dramatischen Austausch, seine Bilder werden in Dortmund, Schwerte und Hagen zu sehen sein. 2010 steht mindestens eine weitere Aufführung von "Draußen vor der Tür" an, und zwar im Mai im Theater im Depot. Nach einer Vorstellung in Smolensk sprach eine ältere Dame einen Schauspieler an: "Ein großes Ereignis. Ich kann zwar kein Deutsch, aber das Spiel war so authentisch, dass ich alles begriff und weinend nach Hause ging."

12.05.2010: 20 UHR / THEATER IM DEPOT / DORTMUND

25.06.2010: 20 UHR / HAGEN

2.07.2010: 10 UHR / HAGEN HOHENLIMBURG (FÜR SCHÜLER)

TWINS Jugendtheaterbegegnung

Foto: Müjgan BayurFoto: Müjgan Bayur

Foto: Müjgan Bayur

Babylonisches Spektakel. In verschiedenen Ländern studieren Jugendliche ein bestimmtes Theaterstück ein, in ihrer Muttersprache, in ihrer ganz eigenen Interpretation. Und dann wird gemixt:

Die Akteure, die Gruppen, die Sprachen – und ein Wunder geschieht: Die Jugendlichen scheinen sich  in der neuen unbekannten Szenerie zu verstehen.

Das Duisburger Jugend- und Kulturzentrum Kiebitz macht seit Jahren mit dieser konsequent interkulturellen Methode glänzende und erfolgreiche Erfahrungen bei mehrsprachigen, städtepartnerschaftlichen Jugendtheaterprojekten. 2007 gelang eine gefeierte deutsch-türkische Inszenierung des Brecht-Stücks "Die Gewehre der Frau Carrar" mit Jugendlichen aus Duisburg und Gaziantep. Darauf folgte 2008 eine deutsch-litauisch-türkisch-niederländische Interpretation von Shakespeares "Sommernachtstraum". 2010 soll die dramatische Begegnung jugendlicher Theatermacher erstmals in zwei Ländern auf die Bretter, in Duisburg und Nijmegen. Auch Gaziantep, Korinth und Perm möchten sich beteiligen. Gemeinsam erkunden die Jugendlichen darüber hinaus die Metropole Ruhr, auch zur Eigenwerbung in Form von Spontan- und Straßentheater.

14.04.2010: 19 UHR / THEATER DER STADT DUISBURG

15.04.2010: 11 UHR / THEATER DER STADT DUISBURG

TWINS Zäune

Foto: Foto KühleFoto: Foto Kühle

Foto: Foto Kühle

Ein Zaun ist "eine Einfriedung, die zwei Bereiche dauerhaft oder auf Zeit durch eine von Menschen geschaffene Abgrenzung trennt". Doch im Gegensatz zu einer Mauer ist ein Zaun in der Regel transportabel und durchlässig – wie Jugendkultur.

Junge Kultur zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass sie ständig neue und flexibel-frische, global verständliche "Sprachen" des Miteinanders kreiert, abseits von Grenzen oder Bekenntnissen jeglicher Art.

2010 treffen sich Jugendliche aus Israel, Österreich und der Metropole Ruhr in Hagen. Jugendliche jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens aus Modi’in (Israel), Bruck an der Mur (Österreich) und Hagen haben sich zuvor in ihren Heimatstädten mit der Frage nach Trennendem und Verbindendem auseinandergesetzt. Eine gemeinsame Aufführung mit groß angelegten Tanz- Choreographien, Spielszenen und rhythmischen Klangcollagen steht dabei im Mittelpunkt. Drei zunächst unabhängig voneinander entstandene Performances werden zu einer Gesamtdramaturgie weiterentwickelt, die dann die Bühne im positiven Sinne "umzäunt".

24.10.2010: 19:30 UHR / 2,50 – 10 € / FA. BANDSTAHL-SCHULTE & CO, HAGEN

25. / 26. / 29.10.2010: 12 UHR /  2,50 – 10 € / FA. BANDSTAHL-SCHULTE & CO, HAGEN

27. & 28.10.2010: 12 & 19:30 UHR / 2,50 – 10 € / FA. BANDSTAHL-SCHULTE & CO, HAGEN