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Übergabe des Stadtbriefs in Karlsruhe

(v.l.n.r) Dr. Harald Ringler, Leiter Stadtplanungsamt; Oberbürgermeister Heinz Fenrich; Senatorin Annette Borns; Dr. Fritz Pleitgen, RUHR.2010 GmbH; Dr. Susanne Asche, Leiterin Kulturamt Karlsruhe) / Foto: Roland Fränkle, Stadt Karlsruhe
(v.l.n.r) Dr. Harald Ringler, Leiter Stadtplanungsamt; Oberbürgermeister Heinz Fenrich; Senatorin Annette Borns; Dr. Fritz Pleitgen, RUHR.2010 GmbH; Dr. Susanne Asche, Leiterin Kulturamt Karlsruhe) / Foto: Roland Fränkle, Stadt Karlsruhe

(v.l.n.r) Dr. Harald Ringler, Leiter Stadtplanungsamt;
Oberbürgermeister Heinz Fenrich; Senatorin Annette
Borns; Dr. Fritz Pleitgen, RUHR.2010 GmbH; Dr. Susanne
Asche, Leiterin Kulturamt Karlsruhe) / Foto: Roland
Fränkle, Stadt Karlsruhe

17. Juni 2010
Am Tag des 295. Stadtjubiläums kamen im Bürgersaal des Rathauses von Karlsruhe Vertreter von Stadt und Kultur aus Karlsruhe und Lübeck zusammen, um sich über die Bedeutung der Kultur für die zukünftige Stadt auszutauschen.

Zu diesem Anlass übergab der Oberbürgermeister von Karlsruhe Heinz Fenrich den Europäischen Stadtbrief an die Senatorin für Kultur, Bildung, Jugend und Sport der Hansestadt Lübeck, Annette Borns. Auch Dr. Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, war geladen und sprach über Kunst und Kultur als Motor für die Entwicklung der Metropole Ruhr. Begleitet wurde die Veranstaltung mit musikalischen Beiträgen der Chansonniere Annette Postel, die ein unterhaltsames Abendprogramm lieferte.

Die Idee zum Europäischen Stadtbrief, der durch die ehemaligen deutschen Bewerberstädte wandert, entstand in Karlsruhe selbst. Er basiert auf einem historischen Privilegienbrief von 1715, dem die Gründung der Stadt Karlsruhe folgte und der heute die Stadt zu einem neuen Nachdenken über die Bedeutung der Stadt führt. Frau Dr. Susanne Asche, Kulturamtsleiterin in Karlsruhe sowie Herr Dr. Harald Ringler, Leiter des Stadtplanungsamtes, stellten dazu zwei Projekte vor, mit denen sich der Karlsruher Beitrag zum Europäischen Stadtbrief auseinandersetzt.

In Arbeitskreisen wurde ein Konzept für eine neue "Stadtausstellung" für das Jahr 2015, dem 300. Stadtgeburtstag, entwickelt. Zunächst setzten sich Experten aus Kunst und Kultur mit dem Thema auseinander, entwickelten Stadtspaziergänge und beobachteten Menschen in ihrem Alltag. Die unterschiedlichsten Gruppen aus der Gesellschaft wurden anschließend in den Prozess mit aufgenommen, generationsübergreifend und unter Einbeziehung von Migrationserfahrungen um einen multipersektivischen Entwurf zu entwickeln. Zusätzlich entsteht in Karlsruhe ein neues Stadtmuseum. Auch hierfür waren die Menschen aus der Bevölkerung gefragt, in Workshops ihre Vorstellungen und Wünsche einzubringen. Das Hauptanliegen ist es, dass alle an der Entwicklung einer neuen Stadtgesellschaft teilhaben.


Das Stadtmuseum der Zukunft

Eine Grundidee des Europäischen Stadtbriefs 2010 ist die Herstellung einer breiten Öffentlichkeit und einer weit verzweigten Diskussion zu der großen Fragestellung der Bedeutung von Kunst und Kultur für die Zukunft unserer Städte.

Die Stadt Karlsruhe näherte sich mit zwei Themen dieser übergreifenden Frage, erstens "Das Stadtmuseum der Zukunft" und zweitens "Die Stadt neu sehen".

Dem Thema "Das Stadtmuseum der Zukunft" widmete sich das Kulturamt der Stadt Karlsruhe. Mit Hilfe einer Umfrage unter den Besuchern und Besucherinnen des Stadtmuseums und einem großen ganztägigen Workshop mit Vertretern und Vertreterinnen aller gesellschaftlichen Gruppen, der Vereine und Parteien, der Kirchen und Religionen, der Wirtschaft und Wissenschaft, der Alternativszene und der Schulen, unterstützt durch Moderatoren und Moderatorinnen der VHS, entstand eine Fülle kreativer Ideen. So kristallisierte sich heraus, dass interaktive Elemente, Objekte zum Anfassen und eine variable Ausstellungsarchitektur gewünscht werden, außerdem Audio-Guides, Mitmachstationen, eine Museumsrallye, Mehrsprachigkeit und multimediale Angebote. Grundschüler und -schülerinnen wünschen sich eine Bücher- und Experimentierecke mit Kleidung zum Anziehen sowie Essen von früher. Zudem soll das Museum in die vielfältige und multikulturelle Bürgergesellschaft eingebunden werden, z. B. durch die Bestückung eines Depots mit Gegenwartsobjekten für zukünftige Ausstellungen. Ebenso soll es in der Stadt und im Stadtraum präsenter werden.


Sehen Sie hier Impressionen zum Workshop

Stadtbrief Karlsruhe Stadtmuseum

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Die Stadt neu sehen

Dem Thema „Die Stadt neu sehen“, das sich mit der Frage beschäftigt, wie zukünftige Entscheidungen zur Stadtentwicklung aussehen können, wurde durch das Stadtplanungsamt der Stadt Karlsruhe nachgegangen. Die Gestalt der Städte, der Städte in Europa, ist wieder verstärkt in den Blickpunkt der Stadtbewohner gerückt. Der öffentliche Raum gewinnt an Aufmerksamkeit. Trotz der Bemühungen von Stadtplanern, Architekten, Stadtsoziologen, Denkmalpflegern stellt sich die Frage, ob städtische Räume den Vorstellungen der meisten Städter entsprechen.

Im Gegensatz zu vergangenen Jahrhunderten kann die Stadt heute nicht mehr als Ganzes wahrgenommen werden. Auch die Bilder in den Köpfen der Menschen von einer Stadt allgemein, von der Stadt, in der sie leben, unterscheiden sich. Dennoch muss die „Stadtregierung“ für eine räumliche und damit auch visuelle Ordnung in der Stadt sorgen, über alle Geschmacksansichten hinweg.

Um sich ein Bild vom heutigen Karlsruhe zu machen, wurden vier externe Stadtwanderer, Menschen unterschiedlicher Profession, nach Karlsruhe eingeladen. Es entstanden vier ebenso subjektive wie gültige Bilder. Eine Künstlerin beobachtete zu ungewöhnlichen Zeiten Menschen in der Stadt. Ein Journalisten, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt, spürte dem Karlsruher Universalgelehrten Jung-Stilling nach, der sich schon Ende des 18. Jahrhunderts mit Nachhaltigkeit auseinander setzte.

Ein Stadtethnologe und Künstler, der sich auch wissenschaftlich mit Kriminalität und Stadt beschäftigt, radelte mit dem Chef der Karlsruher Kriminalpolizei von Tatort zu Tatort. Und ein Fotograf und Stadtwanderer fokussierte seinen Forschungsdrang auf den öffentlichen Raum und das Verkehrsgeschehen. Die einzelnen Ergebnisse einer ein- bis zweitägigen Stadtwanderung stellten die vier Stadtwanderer in einer öffentlichen Veranstaltung am 9. Mai vor.

Stadtbrief Karlsruhe Stadtausstellung

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Video: Stadtwanderer - Blick von außen auf Karlsruhe

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Karlsruhe hat vier auswärtige "Stadtwanderer" gebeten, Karlsruhe einer
kritischen Prüfung zu unterziehen. Sie waren inkoknito im Stadtgebiet
unterwegs, jeder näherte sich der Stadt auf seine ganz spezielle Art und
Weise. Am 09. Mai 2010 stellten sie die Ergebnisse ihrer Beobachtung in der
Schlachthofgaststätte zu Diskussion.

Der Blick auf Karlsruhe soll den "Europäischen Stadtbief 2010"
ergänzen, an dem sich unter Karlsruher Federführung die 12 nicht zum Zuge
gekommenen Bewerberstädte für die Kulturhauptstadt 2010 beteiligen.