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Ritter Rost / Zeichnung: Jörg Hilbert

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Wulfen-Barkenberg

Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg / Foto: LEG NRW/VonderreckDorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg / Foto: LEG NRW/Vonderreck

Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg / Foto: LEG NRW/Vonderreck

Das Phänomen der "schrumpfenden Stadt" erhält in Dorstens Stadtteil Wulfen-Barkenberg eine ganz eigene Bedeutung. Ende der 1960er Jahre am Reißbrett als zukunftsweisende städtebauliche Planung "Neue Stadt Wulfen" im Norden der Metropole Ruhr hoffnungsvoll gestartet, hat der Stadtteil heute immer noch massiv mit den Herausforderungen nicht erfüllter Visionen und den negativen Folgen des Strukturwandels zu kämpfen.

Ursprünglich für 50.000 Menschen angelegt muss der Stadtteil mit Abwanderung, demografischem Wandel, sozialen Spannungen, Armut, Gewalt und dem Abriss leerstehender Häuser umgehen. Die Stadt Dorsten baut jetzt den ganzen Stadtteil um.

Dazu führte eine Geschichte, wie sie ungewöhnlicher nicht sein könnte - mit dramatischen Folgen. 1958 wurden mit der Nordwanderung des Steinkohlebergbaus die ersten Schächte der Zeche Wulfen geteuft. Für die geplanten 8.000 Beschäftigten mussten in kurzer Zeit Wohnmöglichkeiten geschaffen werden. Um nicht die Modelle der Zechenkolonien zu wiederholen, beschritt die damalige Stadtplanung neue Wege. 1961 wurde ein Städtebauwettbewerb ausgeschrieben. Hier sollten Wohnungen für bis zu 50.000 Menschen entstehen - und die Infrastruktur einer ganzen Stadt mit Rathaus, Krankenhaus, Kaufhaus, Busbahnhof. Doch der Erfolg des Bergwerks blieb aus, lediglich 450 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Die hochfliegenden Pläne mussten reduziert werden. Die Metastadt, ein experimenteller Gebäudekomplex aus vorgefertigten Stahlbauteilen mit etwa 100 Wohneinheiten und 600 Quadratmetern Gewerbeflächen, wurde aufgrund von Baumängeln 1987 nach nur 12 Jahren Nutzung abgerissen.

Heute wohnen in Barkenberg knapp 10.000 Menschen. Wegen großer Leerstände wurden und werden für 2007 bis 2011 im Rahmen des Programms "Stadtumbau West" u. a. der Abriss eines Teils der Baugruppe "Marschall", der Rückbau einiger höherer Häuser auf vier Stockwerke und weitere Modernisierungen vorbereitet. Doch mit stadtplanerischen, bautechnischen Lösungen allein ist es nicht getan: Für die sozialen, gesellschaftspolitischen und gesundheitsrelevanten Herausforderungen werden dringend zukunftsweisende Wege gesucht.

Welchen Beitrag zur Gestaltung des Wandels können die Bürgerinnen und Bürger, ihre Vereine und Institutionen leisten? Welche Perspektiven entwickeln sie jenseits des Bildes der "schrumpfenden Stadt", insbesondere für Kinder und Jugendliche - und gemeinsam mit ihnen? Das Projekt versucht, gemeinsam mit möglichst vielen Beteiligten Wege zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Betroffene zu aktiv Handelnden werden und der Wandel durch bürgerschaftliches Engagement sozial und tragfähig gestaltet werden kann.

Seit 2009

Partner: Dorstener Tafel (Mittagstisch); die Sportvereine: BSV Wulfen, Grün-Weiß Barkenberg, JBC Wulfen/Rhade e. V., Baek-ho-Wulfen; Ev. Kindergarten; Gesamtschule Wulfen; Pfiff sozialpädagogische Familienhilfe, Deutscher Kinderschutzbund Dorsten; Amt für Familie, Jugend, Schule und Sport; Dr. Haase, Jugendhaus Rottmannshof; Kath. Kirchengemeinde St. Barbara, Pfarrer Eickmann-Gerland