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Ritter Rost

Ritter Rost / Zeichnung: Jörg Hilbert

Ritter Rost erklärt die Kulturhauptstadt. / MEHR

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Label: "Hier wird neue Energie gefördert. Sie heißt Kultur."

Buch drei

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Musik leben

Jahrhunderthalle Bochum / Foto: W.-D. GerickeJahrhunderthalle Bochum / Foto: W.-D. Gericke

Jahrhunderthalle Bochum / Foto: W.-D. Gericke

Hans Werner Henze ist das Herz des Musikprogramms: Impulsgeber, Förderer, Grenzgänger und Modernisierer - ein Visionär in Fragen der ästhetischen Erziehung. Früh erkannte er die Zukunft der Musik als Identitätsquelle und als Motor für sozialen Wandel und gab so den Schub für Gegenmodelle zur Schnell- und Kurzlebigkeit des Musikbetriebs. Er belebte die Diskussion um Methoden der kulturellen Bildung, indem er selbst Programme und Prozesse initiierte, die sich der Entwicklung junger Menschen widmeten.

Mit der Reihe "Education Community Komposition" im Rahmen des Henze-Projekts und der Initiative "Jedem Kind ein Instrument" wurden Projekte ins Leben gerufen, die durch die Musik wirken, aber im Kern auch soziale Projekte sind. Erstes Ziel ist nicht, professionelle Musiker auszubilden, sondern Entwicklungen zu fördern. Hier werden Räume erobert für ästhetische Erfahrungen, Austausch und Ausdruck innerhalb einer geschützten Halböffentlichkeit.

Die Kulturhauptstadt Europas ist eine kraftvolle Auftrittsgeste, um die 53 Städte der Metropole Ruhr in einen großen Organismus zu verwandeln, der wie eine offene Stadt funktioniert. Die Opern- und Konzerthäuser, die Philharmonien, Festivals und Musikschulen der Region gehören neben den Informations- und Wirtschaftszentren zu den metropolitanen Kernen des Millionengebildes. Hier herrscht ein Grundrauschen aus Tradition, Trend und Traffic. Um sich selbst als Community zu erleben und um von außen als Einheit wahrgenommen zu werden, haben sich die Akteure der Musiklandschaft an die Aufgabe gemacht, über bekannte Stadt- und Institutionsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, Konkurrenz als Potenzial zu begreifen und gemeinsam zu experimentieren. Durch ihre Netzwerkstruktur und ihren unprätentiösen Charakter ist die Metropole Ruhr sehr anpassungsfähig und gut gerüstet für eine neue, nächste Gesellschaft, in der sich Kunst als ein sozialer, öffentlicher Prozess bemerkbar machen wird.

Das Gesang- und Chorprojekt !SING ist ein gutes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit in Partizipations-Projekten und hochkulturellen Veranstaltungen gelingen kann. Für Gustav Mahlers berühmte "Sinfonie der Tausend" werden sich zum hundertsten Jahrestag der Uraufführung die Orchester, Chöre und Opernensembles der Metropole vernetzen. Ein symbolisches Ausnahmeereignis. Oder - um mit Mahler zu sprechen: "Das Beste der Musik steht nicht in den Noten."

Für eine Hommage an den Komponisten und Musikdenker Hans Werner Henze hat sich die gesamte Musiklandschaft der Metropole Ruhr zu einem Netzwerk für Neue Musik zusammengeschlossen: Das Henze-Projekt. 40 Partner präsentieren von Januar bis Dezember 2010 Henzes musikalisches Werk und gesellschaftliches Handeln von den frühen Anfängen bis zu den Werken der Gegenwart: Opern, Ballette, Sinfonie- und Kammerkonzerte und Funkopern. Filmretrospektive, Orchesterfestival, Symposion und Kompositionswettbewerb sind Formate, die Henzes Spuren und Einflüssen nachgehen.