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Ritter Rost

Ritter Rost / Zeichnung: Jörg Hilbert

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Label: "Hier wird neue Energie gefördert. Sie heißt Kultur."

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Angekommen?!
Lebenswege jüdischer Einwanderer

Ganz andere Lebenswege - Moskau 1988 / Foto: A.Fainstein/Jüdisches Museum Westfalen Ganz andere Lebenswege - Moskau 1988 / Foto: A.Fainstein/Jüdisches Museum Westfalen

Ganz andere Lebenswege - Moskau 1988 / Foto: A.Fainstein/Jüdisches Museum Westfalen

Seit 1990 wachsen die Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinden nicht nur in der Metropole Ruhr. Als "Wunder" hat der frühere Zentralratsvorsitzende Paul Spiegel diese junge Zuwanderungswelle bezeichnet, in deren Zuge neue Synagogen entstanden, es aber auch zu Streitigkeiten zwischen alten und neuen Mitgliedern der jüdischen Gemeinden kam.

Denn schließlich gibt es keine einheitliche jüdische Kultur. Sie ist geprägt von unterschiedlichen religiösen Strömungen, verschiedenen europäischen Erfahrungen und Identitäten, die mit den neuen Gemeindemitgliedern nach Deutschland kamen, wo sie das regionale Kulturleben mitsamt der Erinnerungskultur nachhaltig beeinflussen. Wer aber sind diese Einwanderinnen und Einwanderer eigentlich? Was hat sie bewogen, ausgerechnet nach Deutschland zu kommen? Welche Erfahrungen haben sie in ihrer Heimat und auch in Deutschland gemacht - mit Gemeinden, dem Arbeitsmarkt, mit ihrer Religion? Anhand von 24 beispielhaften Lebensgeschichten gibt ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt der jüdischen Zuwanderung konkrete Gesichter. Eröffnet wird die Ausstellung im Februar 2010 im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten, von wo aus sie durch die Metropole Ruhr und darüber hinaus weiterwandert. Begleitet wird die Ausstellung durch ein musikalisches und literarisches Rahmenprogramm, eine Publikation ist geplant.

21. Februar - 31. Mai 2010
Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
46282 Dorsten
Di-Fr 10-12.30 Uhr und 15-18 Uhr,
Sa, So, Feiertage 14-17 Uhr,
Mo geschl.

17. August - 3. Oktober 2010
Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Str. 47, Bochum
Tel. (0234) 910-95 10
Näheres unter http://www.bochum.de/stadtarchiv

Partner: u. a. Stadt Dorsten, Gerda-Henkel-Stiftung, Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration NRW, NRW-Stiftung

Weitere Informationen finden Sie unter: www.jmw-dorsten.de

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen

Sonntag, 28. Februar 2010, 17:00 Uhr
Di Meschugeles. Klezmerkonzert

Seit drei Jahren bringen Di Meschugeles auf ihren Konzerten das Publikum zum Tanzen und Mitsingen. Die Zuhörer genießen traditionelle Klezmermusik, wie sie bis zum Anfang des 20. Jahrhundert gespielt wurde und dann für lange Zeit in Vergessenheit geriet. Ein bisschen von Zigeuner- und Balkan-Musik beeinflusst (traditionsbedingt), doch ohne jede Verfremdung oder moderne und modische Einflüsse bleibt diese Musik aktuell, spricht junges sowie reifes Publikum an, lässt die Seelen singen, tanzen, lachen und weinen. – Di Meschugeles setzen sich zusammen aus Marina Bondas (Violine, Arrangements), Ofer Waldman (Gesang, Horn), Igor Prokopetz (Kontrabass), Andreas Langenbuch (Klarinette), Valentin Butt (Bayan), und Elena Schams (Schlagzeug ).
In Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Dorsten
Eintritt: 8 € (Schüler/Stud. 6 €)

Donnerstag, 11. März 2010, 19:30 Uhr
Eine Jugend im Minsker Ghetto
Referent: Dr. Felix Lipski (Bochum)
Felix Lipski wird an diesem Abend über seine Jugenderfahrungen mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion, im Minsker Ghetto und im Untergrund berichten; er steht aber auch zur Diskussion über seine Erlebnisse in den letzten Jahren der Sowjetunion und seine Übersiedlung nach Deutschland zur Verfügung.
Gebühr: 5 € , Vereinsmitglieder 4 €

Donnerstag, 25. März 2010, 19:30 Uhr
Wie kam es zur jüdischen Einwanderung nach Deutschland?
Referentin: Dr. Irene Runge (Berlin)
Die jüdische Einwanderung von mehr als 100.000 Menschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion verdankt sich den antisemitischen und ökonomischen Wirren der sowjetischen Endphase – und einigen unübersichtlichen Fügungen des letzten Jahres der DDR. Wie kam es zur Initiative für die Einwanderung in die DDR, was motivierte den „Runden Tisch“ der Übergangsperiode, wie war die Vorgeschichte des Umgangs der DDR mit Juden und Israel, und wie kam die Übernahme dieser Regelung für die vergrößerte Bundesrepublik zustande?
Gebühr: 5 € , Vereinsmitglieder 4 €

Donnerstag, 15. April 2010, 19:30 Uhr
Zwanzig Jahre danach: Eine neue jüdische Gemeinschaft?
Referentin: Dr. Karen Körber (Marburg)
Die Migration russischsprachiger Juden nach Deutschland hat zu großen Veränderungen in der hiesigen jüdischen Gemeinschaft geführt. Karen Körber versucht auf der Grundlage einer vergleichenden Gemeindeforschung sowohl zentrale Konflikte und Probleme dieses Wandels zu benennen als auch Chancen und Perspektiven aufzuzeigen. Sie fragt nach den verschiedenen Erwartungshaltungen und diskutiert die Identitätsmuster, die den spannungsreichen Aushandlungsprozessen innerhalb der jüdischen Minderheit in Deutschland derzeit zugrunde liegen.
Gebühr: 5 € , Vereinsmitglieder 4 €

Donnerstag, 29. April 2010, 19:30 Uhr
Erzählcafé mit jüdischen Einwanderern
Leitung: Dr. Svetlana Jebrak (Düsseldorf)
Welche Erfahrungen haben eigentlich dazu geführt, dass es eine jüdische Einwanderung ausgerechnet nach Deutschland gegeben hat? Am Beispiel zweier Interviewpartner aus unserem Ausstellungsprojekt „Angekommen?!“ geht dieser Gesprächsabend solchen Fragen nach – nach dem jüdischen Aufwachsen in der Sowjetunion, den Erlebnisse der 80er und 90er Jahre sowie den Motiven für die Wahl Deutschlands.
Gebühr: 5 € , Vereinsmitglieder 4 €