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Europa – Renaissance – Ruhrgebiet
Museum Schloss Horst – Leben und Arbeiten in der Renaissance

Gaudium Schloss Horst / Foto: Stadt Gelsenkirchen Gaudium Schloss Horst / Foto: Stadt Gelsenkirchen

Gaudium Schloss Horst / Foto: Stadt Gelsenkirchen

Mitten in der Metropole Ruhr steht einer der bedeutendsten Renaissancebauten Deutschlands: Schloss Horst in Gelsenkirchen. Nicht nur seine Bauzier in der dekorativen Variante des niederländischen Manierismus macht es europaweit interessant.

Die Burganlage aus dem 12. Jahrhundert wurde immer wieder überbaut, bis im 16. Jahrhundert ein Renaissance-Schloss entstanden war. Die zu großen Teilen erhaltenen Bauakten - ein herausragender Einzelfall in der Baugeschichtsforschung zu Burgen und Schlössern - erlauben einen tiefen Einblick in die Struktur der Arbeiten vor über 400 Jahren.

Am 4. November 2010 öffnet im Schloss Horst die Dauerausstellung "Leben und Arbeiten in der Renaissance" ihre Pforten. Sie vermittelt die beeindruckenden Ergebnisse der Bau-, Boden und Quellenforschung interaktiv. Sie weckt ein Gefühl für die Bedingungen auf einer Großbaustelle jener Zeit: Ideentransfer, Arbeitsverhältnisse, vorindustrielle Produktionsstätten, logistische Dimension und nicht zuletzt die künstlerischen Ansprüche des für seine Zeit außerordentlich gebildeten Bauherrn Rutger von der Horst werden sichtbar und lassen den Betrachter gern geäußerte Vorurteile über Lebens- und Arbeitsverhältnisse vergangener Jahrhunderte überdenken. Rutger von der Horst waren die Architektur-Traktate der Antike und Renaissance ebenso bekannt wie Grafiken und Meisterwerke der italienischen Renaissance. Im Schlossbau an der Emscher spiegelt sich die Summe dieser europäischen Einflüsse wider.

Grund genug, den Renaissancebau in einen überregionalen Rahmen zu stellen: Vom 10. bis 13. November 2010 findet in Schloss Horst ein wissenschaftliches Symposium statt, das auch interessierten Laien offen steht. Thema: "Das Ruhrgebiet und die europäische Renaissance". Zum Auftakt lädt die Stadt  Gelsenkirchen die Teilnehmer zu einem Empfang mit einem öffentlichen Vortrag ein. Der  Landeskonservator Rheinland, Prof. Dr. Udo Mainzer, spricht über die Ursprünge der Renaissance-Architektur im Rheinland. Am 11. November stehen der europäische Rahmen, vor allem Belgien und die Niederlande, sowie der Niederrhein als Transfergebiet im Blickpunkt. Nachmittags geht es speziell um Schloss Horst und das Ruhrgebiet: Für die Teilnehmer gibt es Führungen durch das Baudenkmal. Das Symposium schließt mit einer Tagesexkursion zum Rheinischen Landesmuseum Bonn und zum Museum Zitadelle in Jülich.

GAUDIUM.2010 – Die Hochzeit
Noch vor Eröffnung des Museums können Besucher die Renaissance "live" erleben. Ritterturnier und Renaissancetanz, Prunkgewänder und Possenreißer, Markttreiben und Mittelaltermusik. Dass man sich mit der Geschichte nicht nur wissenschaftlich, sondern auch unmittelbar und mit dem eigenen Erleben auseinandersetzen kann - diesen Beweis liefert auch in diesem Jahr das große Mittelalter- und Renaissance-Spektakel GAUDIUM.2010.

Die Renaissance sehen, hören, schmecken, riechen und erleben: Drei Tage lang werden zahlreiche sogenannte "Living-History-Gruppen" mit großer Treue zu historischen Vorbildern rund um das Schloss Horst ihre Lager beziehen und die Besucher an der Lebensweise der Zeit vom 12. bis ins 16. Jahrhundert teilhaben lassen. Mitwirkende sind unter anderem Dulamans Vröudenton, La Riverenza, Elster Silberflug, Furunkulus Bladilo, Löwenritter, Communitas gladii und Lipper Fähnlein.

Mittelpunkt des Renaissance-Festes ist die Reinszenierung der Hochzeit von Bertram von Loe und Margarethe von der Horst, der Tochter des Schloss-Erbauers Rutger von der Horst aus dem Jahr 1575. Die Ankunft der Braut, der Brauttanz, das Hochzeitsmahl und die sich anschließende Hochzeitsfeier können – stets in prächtiger renaissancezeitlicher Gewandung – live miterlebt werden: Mit der Eintrittskarte ist man gleichzeitig Hochzeitsgast und damit hautnah dabei, wenn Bertram und Margarethe den Bund fürs Leben schließen. Und das alles an dem Ort, an dem das zentrale Standesamt der Stadt Gelsenkirchen auch heute seinen Sitz hat.

Tanzgruppen, Gaukler, Falkner, Sänger, Feuerspucker, Jongleure, Artisten, Ritterturniere und mittelalterliches Markttreiben runden das Hochzeitsspektakel optisch ab. Während sich die Besucher am Freitag- und Samstagabend an Met und Spanferkel laben, werden sie von der Hauptbühne aus begleitet von mittelalterlicher Musik. Am Samstagabend erhellt ein grandioses Renaissancefeuerwerk den Abendhimmel.

Und natürlich gibt es auch für die jüngeren Hochzeitsgäste allerhand zu erleben und zu entdecken – so beispielsweise die Fahrt mit einem mittelalterlichen Holzkarussell. Die kleinen Knappen üben sich im Schwertkampf, die jungen Maiden studieren einen Renaissancetanz ein – oder umgekehrt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://kulturhauptstadt.gelsenkirchen.de/Projekte/renaissance.asp
http://schloss-horst.gelsenkirchen.de