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Ritter Rost

Ritter Rost / Zeichnung: Jörg Hilbert

Ritter Rost erklärt die Kulturhauptstadt. / MEHR

RUHR.2010 Veranstaltungstickets

Label: "Hier wird neue Energie gefördert. Sie heißt Kultur."

Buch drei

Hier finden Sie "Buch drei" und weitere Publikationen zum Download. / MEHR

Wir haben ein Jahr Zeit für Sie!

Herzlich willkommen in der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Ein Jahr lang haben das Künstlerische Direktorium und das gesamte Team von RUHR.2010 die Pläne und Ideen für die Kulturhauptstadt Europas konkretisiert und in ein Programm gegossen. Ein Jahr nach Erscheinen von "Buch eins" und dem Relaunch unseres Internetauftritts im Oktober 2008 beschreiben wir Ihnen hier das Programm des Kulturhauptstadtjahres, damit Sie Ihre Wahl treffen können.

Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel! Das ist der Leitfaden unserer Geschichte, mit der wir Europa erzählen, wie die einst größte "Kohlenzeche" des Kontinents zum Symbol für den Wandel durch Kultur geworden ist, wie sich das alte Ruhrgebiet zur neuen Metropole Ruhr wandelt.

Diese Metropole ist einzigartig, sie ist unkonventionell und unfertig. Sie besteht aus vielen Zentren und noch mehr Peripherien. Sie besitzt urbane Attribute und landschaftliche Idylle, sie steckt voll scharfer Kontraste, Ecken und Kanten. Hier trifft aufeinander, was passt und was nicht passt, aber immer interessant ist. Das typische Lebensgefühl der Bewohner und die Energie dieser Region werden im Gesamterlebnis "Kulturhauptstadt" spürbar. Hübsch und hässlich, hohe Kunst und Loveparade, Eckkneipe und Sterneküche, Schrebergarten und Landschaftspark, Konzerthaus und Fußballstadion liegen immer ganz nah beieinander - ein dynamischer Dialog der Gegensätze.

Den Menschen und den Widersprüchen ist das Programm der Kulturhauptstadt gewidmet. Die Geschichten von den Künsten und den vielen Kulturen, von den Visionen für die Zukunft und den kreativen Industrien, von einer Landschaft, die der Mensch zerstörte und jetzt in anderer Natur zurückgewinnt - das sind die Erzählstränge, die sich durch das Kulturhauptstadtjahr ziehen. Mit einem Programm, das den Blick öffnet über den eigenen Horizont und die eigene Zeit hinaus, in die Vergangenheit und in die Zukunft.

Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 hat sich zur Aufgabe gemacht, kein Festival-Event zu sein. Sie ist ein Rahmen, der dem Bild, das darin entsteht, eine klare Fassung gibt. In diesem Rahmen kann sich Spitzenkultur neben Populärem entfalten; er bietet Raum für Menschen und Entwicklungen und macht Dinge sichtbar; er hebt sie ins Bewusstsein; er präsentiert sie in neuem Licht.

Wie entwickelt sich eine Region vom Industrieraum zur Kulturmetropole? Wie gehen die Menschen mit Veränderung um? Wie gestalten sie ihren Lebensraum? Wie integrieren sie neue Impulse durch fremde Kulturen? Wie können Menschen an Kultur herangeführt werden, die damit sonst nicht in Berührung kämen? Aus diesen Fragen leiten sich die vielfältigen Aufgaben ab, die RUHR.2010 sich gestellt hat.

Die Metropole Ruhr hat als Kulturhauptstadt Europas einen raffinierten Vorteil: Sie wird gewaltig unterschätzt. Sieht man vom Fußball ab, wird sie außerhalb des Ruhrgebiets mit niedergehender Kohle- und Stahlindustrie, mit Städten in Not, Strukturproblemen und schwerstbeschädigter Landschaft in Verbindung gebracht, aber fast nie mit Kultur. Die Unkenntnis ist ebenso grotesk wie penetrant, denn die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Die Metropole Ruhr hat auf engem Raum mehr Kultur zu bieten als jede andere Region in Europa: 120 Theater, 100 Konzertstätten, 200 Museen und über 1.000 Industriedenkmäler, von denen viele zu attraktiven Kulturstätten geworden sind. Zur Masse kommt die Klasse. Die Theater und Musikhäuser in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Moers und Mülheim an der Ruhr (und nicht nur dort) bieten Jahr für Jahr Spitzen-Niveau.

Das Gleiche gilt für die großen Festivals: die Ruhrfestspiele Recklinghausen, das Klavier-Festival Ruhr und die Ruhrtriennale. Was die Museen bieten, ist Weltmetropolen würdig. Sie alle bringen sich mit ihrer hohen Kunst und Passion in die Kulturhauptstadt Europas ein, mit eigenen Programmen und gemeinsamen Projekten mit RUHR.2010. So entsteht ein Gesamtbild, das aller Welt vermitteln wird, welche kulturelle Kraft und welcher Ideenreichtum in der Metropole Ruhr versammelt sind.

Das Ruhrgebiet ist von außerordentlicher Vielfalt geprägt, die aus Abertausenden kleinen Energiequellen gespeist wird. Sie sind für die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr ebenso charakteristisch und wertvoll wie die hohe Kultur. Ihrer Bedeutung entsprechend werden sie im Programm der Kulturhauptstadt gebührend zur Geltung gebracht.

Der Satz von Albert Camus, wonach der Ursprung jedes Werks in einer einfachen und tiefen Emotion liegt, charakterisiert die Energie dieser Kulturhauptstadt. Das Ruhrgebiet ist gelebte Emotion. Emotion ist der Stoff, der aus der Geschichte, die wir erzählen, eine besondere Geschichte macht. Sie ist von drei zentralen Ideen geprägt: von Mythos Ruhr begreifen, Metropole gestalten und Europa bewegen. Sie sind der rote Faden, der sich durch die sechs Programmfelder zieht. Mit den Programmfeldern Bilder entdecken, Theater wagen, Musik leben, Sprache erfahren, Kreativwirtschaft stärken und Feste feiern präsentiert sich die Kulturhauptstadt als umfassendes Erlebnis- und Experimentierfeld.

Neben dieser inhaltlichen und zeitlichen Ordnung haben wir eine räumliche und touristische Struktur geschaffen. Dafür haben wir die heterogene Metropole von Ost nach West in fünf übersichtliche Areale eingeteilt. Ankerpunkte der Areale sind die Besucherzentren in Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund. Die fünf Areale werden von fünf Kulturachsen durchzogen, die jeweils von Projekten markiert werden: Ruhr, Hellweg/A40, Emscher/Rhein-Herne-Kanal, A42 und Lippe.

2.300 Programm-Vorschläge wurden eingereicht. Alle waren mit Herzblut geschrieben. Deshalb sind uns die Absagen schwer gefallen. Aber auch eine Kulturhauptstadt hat ihre finanziellen und organisatorischen Grenzen. 300 Projekte bereichern nun das Programm der Kulturhauptstadt Europas "Essen für das Ruhrgebiet". Kulturhauptstadt zu sein, ist nur durch die Anstrengung vieler zu erreichen. Die Idee hat Förderer in großer Zahl gefunden. Ihr Engagement verdient höchste Anerkennung, insbesondere in dieser wirtschaftlich nicht einfachen Zeit. Die Stadt Essen sowie alle Städte im Regionalverband Ruhr, das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, die Europäische Union und die Wirtschaft haben sich mit aller zur Verfügung stehenden Kraft finanziell eingebracht.

Im gleichen Atemzug sind die Menschen zu nennen, die sich einzeln oder im Verein, im Volunteers-Programm der Kulturhauptstadt, in Verbänden und Institutionen, in den Kirchen, Schulen und Universitäten, nicht zu vergessen bei der Polizei, den Behörden, beim Technischen Hilfswerk, beim ADAC und vielen weiteren Organisationen für die Kulturhauptstadt einsetzen.

Dank sei auch den Medien gesagt, den Zeitungen, den Zeitschriften, Radio und Fernsehen. Sie haben mit ihrer engagierten, kompetenten und kritischen Berichterstattung die Idee der Kulturhauptstadt Europas den Menschen näher gebracht.

Gemeinsam werden wir die Chance nutzen, der Metropole Ruhr die gebührende nationale und internationale Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Glück Auf!