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Kriterien der Europäischen Union für eine Kulturhauptstadt Europas

Flagge der Europäischen UnionFlagge der Europäischen Union

Flagge der Europäischen Union

Am 25. Mai 1999 beschlossen das Europäische Parlament und der Europäische Rat die „Einrichtung einer Gemeinschaftsaktion zur Förderung der Veranstaltung ‚Kulturhauptstadt Europas’ für die Jahre 2005 bis 2019.

Mit dem Beschluss wurde ein Kriterienkatalog verabschiedet, der Auftrag, Möglichkeiten und Impulse einer Kulturhauptstadt formuliert. Und Ihnen einen ersten Eindruck gibt, was eine Kulturhauptstadt ausmacht.

Der Kriterienkatalog fordert u. a. 

  • dass sich Projekte mit künstlerischen Strömungen und Stilrichtungen auseinandersetzen, für deren Entwicklung die jeweilige Kulturhauptstadt Europas eine besondere Rolle gespielt hat. 
  • dass die Kulturförderung, das Kulturmanagement und die Kulturvermittlung verbessert werden. 
  • dass die europäische Öffentlichkeit mit Persönlichkeiten und Ereignissen aus der Geschichte und Kultur der Region vertraut gemacht wird. 
  • dass sich die Projekte um künstlerische Innovationen und neue Formen von kulturellem Dialog und kultureller Aktion bemühen. 
  • dass das kulturelle Erbe und das regionale kulturelle Schaffen für alle zugänglich gemacht werden und alle dafür sensibilisiert werden. 
  • dass Projekte für und mit Kinder(n) und Jugendliche(n) durchgeführt werden, die ihnen Kunst und Kultur näher bringen und ihnen den Raum geben, sich künstlerisch auszudrücken. 
  • dass Kunstprojekte zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts geschaffen werden (zum Beispiel Stadtteilprojekte mit Bürgerbeteiligung, interkulturelle Projekte). 
  • dass die Bevölkerung innerhalb und außerhalb der Region durch Informationen in mehreren Sprachen und über verschiedene Medien über die Aktionen der Kulturhauptstadt informiert wird – auch im europäischen Ausland. 
  • dass die Kulturhauptstadt einen Beitrag zur Förderung der Wirtschaftstätigkeit leistet, insbesondere im Bereich Beschäftigung und Tourismus. 
  • dass die Kulturhauptstadt einen anspruchsvollen und innovativen Kulturtourismus fördert auch mit dem Ziel, das Kulturgut der Region langfristig zu erhalten. Dabei soll nicht nur auf die Wünsche der Besucher, sondern auch auf die der Menschen vor Ort Rücksicht genommen werden. 
  • dass Projekte das architektonische Erbe fördern und in neue Strategien der Stadtentwicklung integrieren. 
  • dass gemeinsame Initiativen zur Förderung des Dialogs zwischen den europäischen Kulturen und den Kulturen in anderen Teilen der Welt durchgeführt werden.

Diesen Grundsätzen und Forderungen fühlt sich RUHR.2010 in vollem Umfang verpflichtet. Sie sind und werden bei allen Programmplanungen berücksichtigt und verdeutlichen, dass die Kulturhauptstadt Europas ein Auftrag von internationaler Dimension ist und zugleich eine Kommunikationsaufgabe. Durch Auswahl und Strukturierung gilt es, die kulturelle Vielfalt begreifbar und besser sichtbar zu machen – in der Region, in Deutschland und in ganz Europa.

Die Jury der Europäischen Union hat „Essen für das Ruhrgebiet“ zur Kulturhauptstadt gewählt wegen des, so die Begründung, „innovativen und herausragenden Charakters des Projekts und der Bedeutung, die die Region dem Projekt bis 2010 und darüber hinaus beimisst. Schließlich hatte das Komitee den Eindruck, dass der Wandel der einst größten Industrieregion und der größten „Kohlenzeche“ Europas in eine lebendige Metropole der Zukunft zu einem Symbol für die Rolle werden kann, den die Kultur in jeder europäischen Metropole einnehmen sollte. Das Ruhrgebiet könnte zu einem Symbol für andere Ballungszentren in Europa werden, denen ähnliche Veränderungen bevorstehen.“