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Kulturhauptstadt international

Treffen des Netzwerks der Kulturhauptstädte Europas „ECOC“ in der Metropole Ruhr 2007, Foto: Georg LukasTreffen des Netzwerks der Kulturhauptstädte Europas „ECOC“ in der Metropole Ruhr 2007, Foto: Georg Lukas

Treffen des Netzwerks der Kulturhauptstädte
Europas „ECOC“ in der Metropole Ruhr 2007, Foto: Georg Lukas

Nicht nur das Programm einer Kulturhauptstadt Europas braucht Internationalität – auch die Arbeit selbst muss international vernetzt und auf dem europäischen Parkett intensiv vertreten sein. RUHR.2010 ist keine regionale Angelegenheit, sondern ein nationales Ereignis mit internationaler Ausstrahlung.

National und international hat die Initiative "Kulturhauptstadt Europas" in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Politik und Ökonomie allein scheinen offenkundig nicht (mehr) in der Lage zu sein, die Idee "Europa" zu kommunizieren. So hat sich Kultur als identitätsstiftendes Element des neuen Europas auf der Agenda des europäischen Dialogs ganz nach oben gearbeitet.

Die aktuellen und zukünftigen Kulturhauptstädte Europas haben diese neue Dimension aufgegriffen. Als "European Capitals of Culture" (ECOC) haben sie ein eigenes Netzwerk geschaffen und ihre Zusammenarbeit verstärkt. Dieser Prozess wurde besonders von RUHR.2010, Istanbul 2010 und Liverpool 2008 vorangetrieben. So viel Selbstbewusstsein und Eigeninitiative ist neu in der Geschichte der Kulturhauptstädte. Koproduktionen und Networking sind nun zum Standard geworden. Darüber hinaus berät RUHR.2010 Bewerberstädte der zukünftigen Kulturhauptstadtländer 2015 bis 2019. Aus diesen Kontakten entwickeln sich höchst engagierte Multiplikatoren auf europäischer Ebene.

Für RUHR.2010 heißt das auch, sich mit festen Ansprechpartnern in den europäischen Kulturdialog einzubringen. RUHR.2010 ist im Netzwerk der Kulturhauptstädte "ECOC", den Plattformen EUROCITIES, Les Rencontres und bei Institutionen wie Europa eine Seele geben sowie der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung aktiv. Die Jahrestagung von "Les Rencontres" wird im Oktober 2010 in Essen stattfinden.

Für die auswärtige Kulturarbeit hat RUHR.2010 gewichtige Partner. Mit dem Goethe-Institut wurde eine weitreichende Vereinbarung getroffen. Der regelmäßige Austausch mit dem Auswärtigen Amt, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Bundespräsidialamt und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen bringt RUHR.2010 auf politischer Ebene ins nationale und internationale Gespräch.

In den Vertretungen des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund und bei der Europäischen Union in Berlin und Brüssel ist RUHR.2010 mit Veranstaltungen zu den Themen und Planungen der Kulturhauptstadt Europas regelmäßig präsent.

Die Internationalität einer Kulturhauptstadt Europas spiegelt sich nicht nur in den Kontakten, Netzwerken und Kommunikationswegen wider. Auch das Programm ist international, vor allem europäisch geprägt. Eines der Hauptkriterien der Kommission in Brüssel, eine sichtbare "europäische Dimension" der Konzeption zu schaffen, wird somit erfüllt.  RUHR.2010 arbeitet hier besonders eng mit den beiden anderen Kulturhauptstädten Europas 2010 zusammen: Istanbul und dem ungarischen Pécs. Ein Trio, das unterschiedlicher nicht sein könnte - in Bezug auf Dimension, Mentalität und Konzeption. Dies trifft auch auf die Kooperationen zu, die sehr vielseitig sind. Alle drei tragen zum Beispiel gemeinsam das Projekt Temporäre Stadt. Vorhaben wie die "Karawane" oder "move to 10" finden im Rahmen von TWINS statt.

Nicht nur trilaterale Projekte, sondern auch eine Vielzahl bilateraler Kooperationen bereichern das Programm von RUHR.2010. Daneben bestehen Kontakte zu weiteren Kulturhauptstädten Europas, die sich an unterschiedlichen Projekten beteiligen. Zurzeit sind dies Linz 2009, Turku 2011, Marseille Provence und Košice 2013.

Auf der Ebene der europäischen Länder sind die Niederlande der Partner, mit dem RUHR.2010 die intensivste Zusammenarbeit verbindet. So wird die niederländische Kultur- und Kreativszene 2010 im Rahmen von mehr als 50 größeren und kleineren Projekten in der Metropole Ruhr zu erleben sein. Zahlreiche Künstler aus unserem Nachbarland werden an den großen RUHR.2010-Projekten teilnehmen. Daneben entwickeln niederländische Kulturinstitute und Städte sowie Künstler und Kreativunternehmer in intensiver Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ein farbenfrohes Programm vom Theater über Musik und Bildende Kunst, (Landschafts-)Architektur und Design bis hin zur Kreativwirtschaft. Die Niederländer, selbst Gäste im Ruhrgebiet, werden zudem einige ungewöhnliche Unterkünfte schaffen und somit zeitweise sogar in die Rolle des Gastgebers schlüpfen oder besser gesagt in die eines "GastGastgebers". Das Generalkonsulat der Niederlande in Düsseldorf, mit dem RUHR.2010 eine langjährige Kooperation verbindet, bietet unter http://www.nl-ruhr.de/ eine Übersicht all dieser Projekte.

RUHR.2010 denkt, spricht, handelt international und wirkt damit über 2010 hinaus.