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Geschichte der Bewerbung

Verhüllung des Hauptsitzes von Evonik Industries (damals RAG) in der Bewerbungsphase des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas. Foto: RUHR.2010/Mike HenningVerhüllung des Hauptsitzes von Evonik Industries (damals RAG) in der Bewerbungsphase des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas. Foto: RUHR.2010/Mike Henning

Verhüllung des Hauptsitzes von Evonik Industries (damals RAG) in der Bewerbungsphase des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas
Foto: RUHR.2010/Mike Henning

Die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas fußt auf Bestrebungen der 1990er Jahre, die Regionalentwicklung im Ruhrgebiet kulturstrukturell zu fördern. Initialzündung kam der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (1989-1999) zu, die mit 120 Projekten die Lebensqualität in der Emscher-Region und im nördlichen Ruhrgebiet steigerte und Grundlagen für den wirtschaftlichen Wandel umsetzte.

In diesem Prozess wurde auch den kulturellen Aspekten in der Regionalentwicklung ein immer höherer Stellenwert beigemessen. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet forderte von den Einwohnern und Unternehmen in den 53 Revierstädten großes Engagement, das bald bedeutende Errungenschaften auf kulturellem Gebiet hervorbrachte, wie das Klavierfestival Ruhr oder die RuhrTriennale. Was der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit jedoch fehlte, war ein nachhaltiger Impuls mit der Zielausrichtung, die regionale Kultur zu profilieren und dabei das Ruhrgebiet in seiner Metropolwerdung zu unterstützten.

Aus dieser Motivation heraus entwickelte die Kulturdezernentenkonferenz im Regionalverband Ruhr im Jahr 2001 die Idee, sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas zu bewerben. Dabei wurde niemals die Aufstellung einer einzelnen Revierstadt in Erwägung gezogen. Denn von Anfang an verfolgte die Initiative das Ziel, das Verbindende der gemeinsamen Bewerbung zur inneren Stabilisierung des Regionalgefüges zu nutzen.

Die konkrete Bewerbungsphase dauerte fast drei Jahre und stand bereits unter dem Motto „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“. Aus Gründen des Reglements bewarb sich die Stadt Essen als Bannerträgerin für die 53 Revierstädte. Das Ruhrgebiet konnte sich mit seinem Konzept gegen die Mitbewerberinnen Köln und Münster auf Landesebene durchsetzen: Im Mai 2004 entschied die NRW-Jury, dass „Essen für das Ruhrgebiet“ auf Bundesebene antreten dürfe.  

Im nationalen Wettbewerb konkurrierte „Essen für das Ruhrgebiet“ mit neun anderen Städten, darunter Bremen, Lübeck, Potsdam, Görlitz und Regensburg. Im März 2005 stand dann fest, dass Deutschland im Wettbewerb bei der Europäischen Union durch die sächsische Stadt Görlitz und Essen vertreten sein würde. Die Bewerbungsunterlagen wurden bei der EU-Kommission im Januar 2006 eingereicht von Herrn Dr. Wolfgang Reiniger (OB Essen) und Herrn Prof. Dr. Oliver Scheytt (Kulturdezernent der Stadt Essen) gemeinsam mit Herrn Michael Breuer (damals Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Internationales). Am 13. November 2006 gab eine von EU-Gremien eingesetzte Jury schließlich offiziell bekannt, dass „Essen für das Ruhrgebiet“ zur Kulturhauptstadt Europas 2010 ernannt worden sei. Die Jury hob bei ihrer Entscheidung hervor, dass die Bewerbung die Herausforderungen des Strukturwandels genauso thematisiere wie die erfolgreichen Ansätze zu deren Lösung mit den Mitteln von Kunst und Kultur. Die kulturelle Umwidmung des Ruhrgebiets sei von grenzüberschreitender Relevanz für die europäische Diskussion.

Angeregt durch den Bewerbungsprozess und die Bekanntgabe der Nominierung sind im gesamten Ruhrgebiet viele neue Energien und Synergien freigesetzt worden. Überall in der Region bilden sich Initiativen und Netzwerke: Die Anzahl von Kooperationsprojekten zwischen den Städten steigt zusehends und die Kommunikation zwischen Kommunen, Kultureinrichtungen und vielen anderen Institutionen intensiviert sich immer mehr. Diese Vernetzungen unterstützten den Wandel des Ruhrgebiets zur Metropole Ruhr, der sich symbolisch auch in der Namensgebung der Kulturhauptstadt Europas 2010 widerspiegelt: RUHR.2010. 

Um diese Potentiale zu bündeln und lenken, wurde im Dezember 2006 die RUHR.2010 GmbH in Essen gegründet. Die RUHR.2010 GmbH bereitet seitdem die Durchführung des Kulturhauptstadtjahres 2010 vor. 

Votum der EU-Jury

(Auszug)

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Votum der nationalen Jury im Wortlaut

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