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Deutsches Bergbau-Museum / Foto: Stadt Bochum

An fünf zentralen Orten entstehen Besucherzentren, die als kulturtouristische Drehscheiben der Metropole Ruhr dienen. / MEHR

Duisburg

Duisburg präsentiert sich im Jahr 2010 als „Hafen der Kulturhauptstadt“. Mit großen und kleinen Veranstaltungen am Wasser erfüllt sie symbolstarke Bilder mit Leben. Duisburg ist der größte Binnenhafen Europas. Die Geschichte und Zukunft der Stadt wird durch den Hafen und das Hafenleben geprägt.

Das neue Gesicht des Hafens ist der Duisburger Innenhafen. Er hat in den letzten zehn Jahren einen Transformationsprozess ohnegleichen vollzogen. Aus einem vom urbanen Leben isolierten Ort der Arbeit ist ein Ort wirtschaftlicher und kultureller Dynamik geworden.

Entstanden nach den Masterplänen Sir Norman Fosters ist er heute ein Musterbeispiel für erfolgreichen Strukturwandel. Mit Architekturen von Nicholas Grimshaw, Gerkan, Marg & Partner, Zvi Hecker, dem „Garten der Erinnerungen“ von Dani Karavan und dem entstehenden Eurogate von Norman Foster ist er zugleich ein wichtiger Ort der Freizeit und ein Mekka für Kunst- und Architekturbegeisterte.

Die Uferpromenade ist der erste Teil des prominenten Eurogates von Norman Foster: ein ellipsenförmiges Gebäude, das sich um die Ausbuchtung des Hafenbeckens legt. Die Promenade mit ihren skulptural wirkenden Stufen bildet den Abschluss des Baugrundstücks zum Wasser und dominiert bereits jetzt durch ihre urbane Präsenz den ehemaligen Holzhafen.

Die denkmalgeschützten Mühlen- und Speichergebäude erinnern an die Zeiten, als im Duisburger Innenhafen Kohle, Holz und Getreide umgeschlagen wurden und der Hafen als „Brotkorb der Nation“ bekannt war. Stolz erzählen die sanierten Mühlen- und Speichergebäude die Geschichte ihrer früheren existentiellen Bedeutung für die Wirtschaft der Stadt.

Im Kulturhauptstadtjahr soll der Innenhafen um ein symbolstarkes bauliches Element erweitert werden. Das Museum Küppersmühle mit seinen markanten Getreidesilos soll einen weithin sichtbaren Erweiterungsbau bekommen. Die international renommierten Architekten Herzog & de Meuron, die das ehemalige Speichergebäude bereits zum Museum umgebaut haben, entwickelten das Konzept eines containerartigen Baus, der auf der Spitze der Silos thront und weit über das Gebäude hinausragt.

Der Erweiterungsbau von Herzog & de Meuron wird für die Stadt Duisburg und ihre Identität als Hafenstadt und Stadt am Wasser einen herausragenden Wiederkennungswert und internationale Strahlkraft entwickeln.

Eine weitere bedeutende Landmarke für das Duisburger Stadtbild entsteht im östlichen Teil des Innenhafens. Das Architekturbüro Ortner und Ortner Baukunst aus Wien baut den ehemaligen RWSG-Speicher neben der Schwanentorbrücke zum Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen um. Ihr Entwurf sieht einen bis zu 30 Meter hohen Turm vor, der sich aus der Mitte des Gebäudes erhebt. In dem größten Archivgebäude Deutschlands werden dem Bürger 140.000 Regalmeter zur Verfügung stehen.

Der Innenhafen ist schon jetzt ein Modell dafür, wie aus einer ehemaligen industriellen Brachfläche mit einer neuen, gut ausgewogenen urbanen Nutzung ein prosperierendes Stadtquartier entsteht. Er zeigt, dass der Kultur bei den Prozessen der Stadterneuerung im Ruhrgebiet eine wesentliche Bedeutung zukommt. Kulturhauptstadtprojekte, wie das Lichtkunstfestival „Twilight Zone“ inszenieren den Innenhafen als Ort besonderer Lebensqualität im Jahr 2010.

Duisburg feiert 2010 nicht nur das Kulturhauptstadtjahr, sondern gemeinsam mit der Evangelischen Kirche des Rheinlandes die 1. Reformierte Generalsynode. 1610 schrieben die Protestanten in der Duisburger Salvatorkirche Reformationsgeschichte, indem sie eine bis heute gültige protestantische Kirchenverfassung schufen, die auf dem liberalen Gedankengut von Johannis Calvin und Martin Luther beruht.

Im gesamten Kulturhauptstadtjahr feiert die Evangelische Kirche im Rheinland das historische Ereignis mit vielen verschiedenen Veranstaltungen wie der Ausstellung „Damit Extreme verhütet werden…“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum, einem wissenschaftlichen Kongress, Kanzelreden, Konzerten und historischen Stadtführungen. Im September findet die Festwoche „wir sind so frei“ statt, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Als Kooperation zwischen dem Jubiläum und dem Lichtkunstfestival inszeniert Xavier de Richemont die Fassade der Salvatorkirche mit einer lichtkünstlerischen Projektion, die sich mit der besonderen Bedeutung der Geschichte der Salvatorkirche und der Stadtgeschichte beschäftigt.

Die Salvatorkirche ist die alte Stadtkirche in Duisburg und wurde von 1316 bis 1415 gebaut. Sie wurde an Stelle einer älteren Pfalzkirche seit dem 14. Jahrhundert errichtet und stellt eines der bedeutendsten spätgotischen Kirchenbauwerke am rechten Niederrhein dar.

In Duisburg sind die Arbeiten von sechs internationalen Künstlern zu sehen:

Künstler:
Peter Kogler - Eurogate im Innenhafen
Mader Stublic Wiermann ''4D-House'' - Jüdisches Gemeindezentrum
Modulorbeat - Innenhafen
Yves Netzhammer ''Abstraktionsvorräte'' - Ludwigforum
Klaus Obermaier - Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Xavier de Richemont - Salvatorkirche
Manuel Schroeder (TWINS) - Garten der Erinnerung

Zeitraum: 24.09. – 26.09.2010

Anfahrt:
Innenhafen, Philosophenweg 19, 47051 Duisburg
Am Ende des Hafenbeckens stehen Parkplätze zur Verfügung
ÖPNV: Straßenbahn Linie 901 bis Rathaus Duisburg, Bus Linie 934 bis Innenhafen

Bildergalerie zu Ruhrlights in Duisburg

 
Kulturdezernent der Stadt Duisburg Karl Janssen / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerMinisterin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW Ute Schäfer / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerGeschäftsführer von RUHR.2010 Fritz Pleitgen / Foto: RUHR.2010/Ralph Lueger
Kuratorin Dr. Söke Dinkla / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerPerformance ''Shine On'' von Klaus Obermaier / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerLichtkunstinstallation 4D-House von Mader Stublic Wiermann / Foto: RUHR.2010/Ralph Lueger
Lichtkunstinstallation Kubik von Modulorbeat / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerLichtkunstinstallation Kubik von Modulorbeat / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerLichtkunstinstallation am Mercaturm von Xavier de Richemont / Foto: RUHR.2010/Ralph Lueger
Performance ''Shine On'' von Klaus Obermaier / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerPerformance ''Shine On'' von Klaus Obermaier / Foto: RUHR.2010/Ralph LuegerLichtkunstinstallation am Eurogate von Peter Kogler / Foto: RUHR.2010/Ralph Lueger
 

Übersichtskarte Duisburg

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