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Yves Netzhammer - Abstraktionsvorräte
Sound: Bernd Schurer

Abstraktionsvorräte / Entwurf: Yves NetzhammerAbstraktionsvorräte / Entwurf: Yves Netzhammer

Abstraktionsvorräte / Entwurf: Yves Netzhammer

Im Ludwigforum im ''Garten der Erinnerungen'' entsteht die Installation ''Abstraktionsvorräte'' von Yves Netzhammer, die er 2009 für den Palazzo Strozzi in Florenz produzierte. ''Ich suche nach einer Bildproduktion außerhalb bestehender Stereotypen, nach Bildern, die Neues, Unvorhersehbares hervorbringen'', beschreibt Netzhammer seine Arbeitsweise. Skulpturale Elemente wie Silhouetten von Rehen und Vögeln und mediale Präsentationen in vogelhausähnlichen Gehäusen wachsen zu einem spielerischen Gefüge zusammen.

Wir begeben uns auf eine labyrinthische Reise durch materielle Relikte und mediale Animationen. Netzhammers Formensprache ist sehr präzise und kalkuliert; zugleich zielt sie auf unsere Emotionen und berührt uns. Die Installation ''Abstraktionsvorräte'' macht die im Computer entwickelten Objekte physisch erfahrbar. In der Bewegung des Betrachters entsteht ein skulpturales Raumbild, dessen Objekte ineinander greifen und sich zu einer neuen Form fügen.

Die Wesen und Gegenstände in den Arbeiten Yves Netzhammers sind uns fremd und vertraut zugleich. Sie befinden und bewegen sich in einem eigentümlichen Raum, in dem sie zu schweben scheinen. Nichts besitzt die gewohnte Bodenhaftung, selbst die skulpturalen Elemente kreieren ihren eigenen, bodenlosen Raum. Das Anrührendste der Bildwelten Yves Netzhammers sind die Menschenwesen, unbekleidet und verletzlich bemühen sie sich um Kontakt und Kommunikation. Sie sind in der Lage, über das scheinbar Selbstverständliche zu staunen und sich ihrem Gegenüber tastend zu nähern. Die große Empfindsamkeit dieses tastenden Eroberns überträgt sich auf den Betrachter im Raum. Umso erschütterter sind wir, wenn die sanften Begegnungen umschlagen (fehlschlagen?) und zu körperlichen und seelischen Versehrungen führen.

Der labyrinthische Raum stellt unsere Fähigkeit, Komplexität zu ordnen und das Einzelne im Kontext des Ganzen zu sehen mit jeder Bewegung, die wir machen, auf die Probe. Die große Empfindsamkeit dieses tastenden Eroberns überträgt sich auf den Betrachter im Raum, der sich in einer surrealen Bildwelt jenseits seiner Vorstellungen wägt.

Produziert vom Centro di Cultura Contemporanea Strozzina, Palazzo Strozzi, Florenz. Kooperationspartner ERES-Stiftung München.

Infos zu Yves Netzhammer.

Informationen zur An- und Abreise finden Sie auf der Ort-Seite Duisburg.