RUHR2010.DE:HomeSitemapFAQRUHR 2.0KontaktImpressum
SUCHE:

Aktuell

RVR hat Verwaltung der Stiftung Kulturhauptstadt RUHR.2010 übernommen / MEHR

Stiftung: Ergänzung der Kriterien zur Förderung / MEHR

Bekanntmachung der Kriterien zur Förderung / MEHR

Zur aktuellen Sendung von RUHR.2010-TV / MEHR

Aktuelle Veranstaltungshinweise wöchentlich neu / MEHR

Besucherzentren

Deutsches Bergbau-Museum / Foto: Stadt Bochum

An fünf zentralen Orten entstehen Besucherzentren, die als kulturtouristische Drehscheiben der Metropole Ruhr dienen. / MEHR

Andreas M. Kaufmann - Dem Ort seine Sprache

Andreas M. Kaufmann Andreas M. Kaufmann "Dem Ort seine Sprache". Foto: RUHR.2010 / Werner Hannappel

Andreas M. Kaufmann "Dem Ort seine Sprache". Foto: RUHR.2010 / Werner Hannappel

Für ''Ruhrlights: Twilight Zone'' entwirft Kaufmann eine Lichtarbeit für die Burgruine Hardenstein in Witten, die direkt am Ufer der Ruhr liegt. Reste eines zweigeschossigen Turmhauses aus dem 14. Jahrhundert sind umgeben von Mauerwerk der nachfolgenden Jahrhunderte, einem gotischen Palas und Kaminen. Mit ihrer ungewöhnlichen Lage direkt am Fluss haftet der Ruine etwas Verwunschenes an. Informationstafeln erzählen die Geschichte des Zwergenkönigs Goldemar, der hier mit dem Ritter Neveling von Hardenberg gewohnt haben soll, aber für die Menschen unsichtbar blieb.

Andreas Kaufmann lässt sich von dieser Sage inspirieren. Seine Lichtarbeit versucht, dem Mauerwerk für einen Moment das Geheimnisvolle zu entlocken, es ans Licht zu bringen, es zu rekonstruieren. Wie eine zweite Haut überziehen aneinander gereihte Worte die Ruine. Sie stammen aus einer regionalen enzyklopädischen Sammlung. Die Schwere des Mauerwerks löst sich im Licht auf, um Worten Raum zu geben, die ein Nachleben, eine Mobilisierung der Geschichte ermöglichen.

Andreas M. Kaufmann hat wie kaum ein anderer in den letzten Jahren die Form der bewegten Projektion geprägt. Er setzte Architekturen und Innenräume ebenso wie Landschafts- und Stadträume in Bewegung. Dazu entwickelte er einen lichtstarken Bildprojektor, der sich in einer 360°-Rotation um die eigene Achse bewegt. Die Bilder, die er aussendet, scannen die Umgebung gewissermaßen ab. Es sind Zeichnungen mit meist starken Umrisslinien, die sich in der Rotation sehr langsam aufbauen, sich die Oberfläche von Bäumen und Gebäuden zu eigen machen, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Die Bildwerfmaschine und ihre Kreisbewegung sind bild- und rezeptionsästhetisches Programm. Die Betrachter sind kaum in der Lage, eine distanzierte Position zu beziehen, denn in seiner Rotation erfasst das Bild auch die Betrachter; sie befinden sich mitten im Bild und werden zum Gegenstand der Projektion.

Infos zu Andreas M. Kaufmann

Informationen zur An- und Abreise finden Sie auf der Ort-Seite Witten.